Wirtschaft

Ab 2023 im Dienst Arbeitsagentur holt Pflegekräfte aus Indien

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Eine indische Krankenschwester auf einer Krankenhausstation für Infektionskrankheiten (Archivbild von 2009).

(Foto: REUTERS)

Der Mangel an Pflegekräften ist ein grundlegendes Problem, das in Zeiten der Pandemie nur deutlicher geworden ist. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun mit dem indischen Bundesstaat Kerala eine Absprache getroffen. Da es dort laut WHO-Standards genug Pflegekräfte gibt, darf rekrutiert werden.

Die Bundesagentur für Arbeit hat mit dem indischen Bundesstaat Kerala eine Vermittlungsabsprache für Pflegefachkräfte unterzeichnet. Mit der Rekrutierung von Fachpersonal im Ausland leiste die Behörde einen Beitrag, benötigte Pflegekräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu finden, erklärte die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die ersten Rekrutierungen sind demnach für 2022 geplant. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung sollen die ersten Pflegekräfte dann im Jahr 2023 nach Deutschland kommen.

Laut BA handelt es sich um die zweite Vermittlungsabsprache mit einem Nicht-EU-Staat. Ziel der Vereinbarung ist es, Pflegekräfte für deutsche Krankenhäuser, Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu gewinnen.

Besonders beachtet wurde laut BA bei den Verhandlungen, dass Pflegekräfte nicht in Ländern rekrutiert werden, in denen selbst ein Mangel besteht. Demnach liegt die Anzahl der Pflegekräfte pro Einwohner im Bundesstaat Kerala über dem indischen Landesdurchschnitt und dem entsprechenden Richtwert der Weltgesundheitsorganisation.

Bevor die Pflegekräfte nach Deutschland reisen, sollen sie in ihrem Heimatland auf die Arbeit in Deutschland vorbereitet werden. Laut BA sollen sie vor ihrer Ausreise sprachliche und fachliche Unterstützungsangebote bekommen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt in Deutschland laut einem am Mittwoch vorgestellten Pflegereport der Barmer Krankenversicherung stärker als bisher angenommen. Bis zum Jahr 2030 wird es demnach mit insgesamt rund sechs Millionen Pflegebedürftigen mehr als eine Million Betroffene mehr geben als bisher erwartet. Gleichzeitig werden nach vorsichtigen Schätzungen mehr als 180.000 Pflegekräfte fehlen.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

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