Wirtschaft

Staatsanleihen für Investoren Athen kehrt wohl 2017 an die Märkte zurück

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Kehrt Griechenland an die Finanzmärkte zurück, könnte sich das Land teilweise wieder allein mit frischem Geld versorgen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zweimal will Griechenland bereits an die Finanzmärkte zurückkehren - beide Male ohne Erfolg. Jetzt scheinen die Voraussetzungen gegeben: ESM-Chef Klaus Regling ist optimistisch, dass sich Athen nächstes Jahr wieder selbst frisches Geld besorgen kann.

Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, hält eine Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte im kommenden Jahr für möglich. Voraussetzung dafür sei, dass Athen die wirtschaftlichen Reformen fortsetze, sagte Regling in Nikosia.

"Wir haben fünf Ländern während der Krise geholfen: Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern - vier von ihnen sind jetzt Erfolgsgeschichten", betonte er. "Ich rechne damit, dass Griechenland im kommenden Jahr ebenfalls damit beginnen kann, an die Märkte zurückzukehren, wenn es sich weiter reformiert."

Die griechische Regierung hat bereits signalisiert, den Markt testen zu wollen. Dazu könnten Investoren ein oder zwei kleinere Anleihen angeboten werden.  

Bis 2018 kann das schuldengeplagte Land sein Defizit mit Hilfe eines bis zu 86 Milliarden Euro großen Rettungspaketes schließen, das die EU-Länder geschnürt haben. Der ESM hatte erst vor einigen Tagen den Weg für die Auszahlung einer weiteren Tranche in Höhe von 2,8 Milliarden Euro freigemacht.

Der Rettung wurde notwendig, weil private Investoren dem Land kein Geld mehr leihen wollten oder dafür sehr hohe Zinsen verlangten. Aktuell wird der Schuldenbrg auf 315 Milliarden Euro geschätzt. Das sind 179,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat im Oktober mitteilte.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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