Wirtschaft

Sortieren nach dem VW-Skandal Auch Schaeffler verschiebt Börsengang

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Der Gesellschafter der Schaeffler Gruppe: Georg F. W. Schaeffler und Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann - seine Mutter.

(Foto: picture alliance / dpa)

Keine gute Zeit für Börsengänge: Nach der Bayer-Tochter Covestro will auch Auto-Zulieferer Schaeffler sein Debüt auf dem Parkett verschieben. Hauptgrund ist der VW-Abgasskandal. Der neue Termin soll kommende Woche bekannt gegeben werden.

Der Automobilzulieferer Schaeffler hält zwar trotz des Volkswagen-Skandals an seinem Börsenplänen fest, die Erstnotiz wird aber etwas verschoben. Vorgesehen war die Erstnotiz von den Schaeffler-Aktien eigentlich für Montag. An diesem Tag soll nun aber lediglich die Preisspanne mitgeteilt werden, so das Unternehmen. Dabei will der Vorstand auch über den neuen Zeitplan informieren, heißt es in einer Mitteilung. In den vergangenen Tagen habe Schaeffler "intensive Gespräche" mit Investoren geführt.

Angesichts der drastischen Auswirkungen aus dem Skandal um manipulierte Abgaswerte von VW-Dieselfahrzeugen gab es zuletzt Zweifel, ob Schaeffler an dem Zeitplan zum Börsengang festhält. Aus Kreisen war bereits Anfang dieser Woche zu hören, dass Schaeffler eine Verschiebung erwägt.

Das Unternehmen hatte am Montag bekannt gegeben, nicht wie geplant noch am selben Tag eine Preisspanne für die eigenen Aktien zu veröffentlichen. Das Unternehmen begründete dies damit, den Investoren zusätzliche Zeit einräumen zu wollen. Hintergrund seien die "aktuellen Ereignisse in der Automobilbranche".

Zunächst Privatplatzierung an ausgewählte Investoren

Schaeffler hatte den seit einiger Zeit erwarteten Börsengang zu Beginn der vergangenen Woche angekündigt. In den darauf folgenden Tagen zog in der Automobilbranche der VW-Skandal immer weitere Kreise. VW gab eine Gewinnwarnung aus. Der Chef des Automobilkonzerns, Martin Winterkorn, trat zurück.

Mit dem Börsengang will Schaeffler 25 Prozent der eigenen Aktien in den Streubesitz geben. Das Unternehmen lege aber auf ein "möglichst hohes Maß an Transaktionssicherheit" Wert, hatte der Vorstandschef des Automobilzulieferers, Klaus Rosenfeld, gesagt. Die Papiere will Schaeffler deshalb zunächst in einer Privatplatzierung an ausgewählte Investoren abgeben.

Mit dem verschobenen Börsengang folgt das Unternehmen dem Beispiel der Bayer-Kunststoffsparte Covestro, die aber vor allem angesichts des schwierigen Marktumfelds den für diesen Freitag geplanten Börsengang auf kommenden Dienstag vertagt hatte. Im Gegensatz dazu hatte das Portal Scout24 an seinem Börsendebüt am Donnerstag festgehalten - der Kurs der Aktie schloss aufgrund des schwachen Gesamtmarkts auch prompt unterhalb des Emissionspreises. Als weiterer Kandidat für einen Börsengang gilt die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/DJ

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