Wirtschaft

Es wird wieder teurer für Schäuble Ausverkauf bei Bundesanleihen

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Ärgerlich für Schäuble: Der Bund muss wieder mehr Geld aufwenden, um sich für zehn Jahre Geld zu leihen.

(Foto: dpa)

Um sich Geld auf dem Kapitalmarkt besorgen zu können, muss der Bund wieder tiefer in die Tasche greifen. Die Rendite für Bundesanleihen steigt erstmals seit September 2014 über ein Prozent. Der Grund für den Anstieg ist eigentlich positiv.

Der Ausverkauf an den Rentenmärkten geht in eine neue Runde. Ärgerlich für Finanzminister Wolfgang Schäuble: Der Bund muss nun schon wieder mehr Geld bieten, um sich für zehn Jahre Geld zu leihen. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg daher erstmals seit vergangenen September wieder über die Marke von ein Prozent. Die Kurse der Anleihen fielen.

Bundesanleihe 10 Y
10-jährige Bundesanleihen 147,22

Nunmehr gebe es Anzeichen, dass die Europäische Zentralbank ihr Ziel einer Inflationsbelebung in der Euro-Zone mit den Anleihekäufen erreiche, erklärten Händler den Anstieg der Renditen. "Das wirtschaftliche Umfeld hat sich eindeutig verbessert, und die Angst vor einer für die Konjunktur schädlichen Deflationsspirale schwindet." Einige Investoren setzen daher darauf, dass das Anleihenkaufprogramm der EZB vorzeitig beendet werden könnte.

Die anziehenden Renditen im Euroraum machten auch die Gemeinschaftswährung für Investoren attraktiv: Der Euro stieg mit 1,1384 Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als drei Wochen. Die Ankündigung der EZB, mit milliardenschweren Anleihekäufen die Konjunktur wieder in Gang zu bringen, hatte bis April die Verzinsung der Bundesanleihen auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent gedrückt.

Quelle: ntv.de, kst/rts/dpa