Wirtschaft

Drohendes Fahrverbot Autokäufer nehmen Abstand vom Diesel

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Wie es mit Dieselfahrzeugen künftig weiter geht, ist im Moment recht ungewiss.

(Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)

Ein drohendes Fahrverbot in deutschen Innenstädten wirkt sich auf den Fahrzeugmarkt aus. Die Zahl der Diesel-Neuzulassungen geht im Juli weiter zurück. Insgesamt werden aber mehr Autos angemeldet.

Der Marktanteil von Dieselautos ist erneut gesunken. Im Juli ging dieser stark um 6,6 Prozentpunkte auf 40,5 Prozent zurück, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mitteilte. Der Anteil von Benzinern stieg dagegen auf 56 Prozent. Die verbleibenden weniger als 4 Prozent verteilen sich auf Hybrid-, Elektro- und Erdgasautos. Der Dieselanteil betrug vor einem Jahr noch 47,1 Prozent.

Grund für den Rückgang der Verkaufszahlen sind die Angst der Kunden vor möglichen Fahrverboten in Innenstädten und der Rückruf neuerer Modelle wegen illegaler Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verhängte deswegen vor Kurzem sogar ein Zulassungsverbot für ein Porsche-Cayenne-Modell. Der Wagen wird noch gebaut und darf derzeit nicht verkauft werden.

Insgesamt ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Juli leicht gestiegen. Rund 238.000 Autos wurden neu angemeldet, das waren laut KBA 1,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Juli stiegen die Zulassungszahlen demnach um 2,9 Prozent.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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