Wirtschaft

Weniger Neuzulassungen Automarkt schrumpft im ersten Quartal

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Zwischen Januar und März wurden in Deutschland 656.452 Autos neu zugelassen.

(Foto: dpa)

Die Corona-Pandemie macht dem deutschen Automarkt weiter zu schaffen. Geschlossene Zulassungsstellen, neuerliche Verschärfungen und ein Mangel an Computerchips führen dazu, dass die Neuzulassungen im ersten Quartal erneut sinken. Auch eine Erholung im März kann daran nichts ändern.

Deutschlands Automarkt verliert im ersten Quartal an Boden. Die Neuzulassungen sanken von Januar bis März um 6,4 Prozent auf 656.452 Autos, wie das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Auch eine Erholung im März konnte damit die Schwäche zum Jahresauftakt nicht wettmachen, als das Auslaufen der Mehrwertsteuer-Senkung sowie neuerlich verschärfte Corona-Regeln die Neuzulassungen einbrechen ließen.

Der deutsche Pkw-Markt sei noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt, erklärte der Branchenverband VDA. Ein Bremsklotz sei auch, dass die Zulassungsstellen wegen der Corona-Regelungen nur eingeschränkt arbeitsfähig seien. Die Branche stellt sich auf weitere schwierige Monate ein, bis das Geschäft mit Zunahme der Impfungen gegen das Coronavirus in der zweiten Jahreshälfte wieder Fahrt aufnehmen dürfte. Zu schaffen macht den Firmen der Mangel an Computerchips, der insbesondere zu Jahresauftakt die Produktion in einigen Werken lahmlegte. Daimler rechnet damit, dass die Engpässe auch im zweiten Quartal die Geschäfte belasten.

Allein im März legten die Neuzulassungen um gut ein Drittel zu - allerdings hatte der erste Corona-Lockdown vor einem Jahr die Geschäfte belastet. Das Niveau liegt nach VDA-Angaben immer noch um 15 Prozent unter dem des Vorkrisenjahrs 2019. Mehr als zehn Prozent aller neu zugelassenen Autos verfügen inzwischen nur noch über einen Elektroantrieb. Gefragt waren auch Plug-In-Hybride, die auf kurzen Strecken batterieelektrisch fahren, bevor sich ein Benziner hinzuschaltet. Ihr Anteil stieg auf 12,2 Prozent. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging um 15,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr zurück, lag mit 126,2 Gramm pro Kilometer aber deutlich über der EU-Zielmarke für 2021 von 95 Gramm.

Für die ersten drei Monate stand in der Statistik der Behörde für fast alle Automarken ein kräftiger Rückgang. Zu den wenigen Ausnahmen, die deutliche Zuwächse verzeichnen konnten, gehörten Smart und Tesla, auch die BMW-Tochter Mini schaffte ein Plus. Deutlich abwärts ging es hingegen für Mitsubishi, Jaguar oder Honda. Die deutschen Hersteller BMW, Mercedes und VW verkauften zwischen gut zehn und gut zwei Prozent weniger Autos als vor Jahresfrist. Daimler brachte auf dem Heimatmarkt nach eigenen Angaben 15,4 Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden.

Insgesamt legte der Absatz vor allem dank einer starken Nachfrage aus China um gut ein Fünftel zu. Das macht sich auch beim Auftragseingang bemerkbar: Nach VDA-Angaben erhielten die Autobauer in Deutschland seit Jahresauftakt neun Prozent weniger Bestellungen aus dem Inland. Besser lief dagegen der Export: Hier legten die Aufträge um gut ein Fünftel zu. Insgesamt rollten in den ersten drei Monaten des Jahres 2.021.933.600 Autos von den Bändern in Deutschland, das sind acht Prozent weniger als vor einem Jahr.

Quelle: ntv.de, ses/rts

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