Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft fällt ab BDI-Präsident warnt vor schwarzer Null

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Industriepräsident Dieter Kempf fordert von der Bundesregierung ein schnelles Handeln.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Wirtschaft macht gerade eine schwere Zeit durch: Brexit, Handelskrieg und nun auch noch die Idee zu SUV-Fahrverboten in Innenstädten mache der Industrie massiv zu schaffen, moniert Dieter Kempf. Doch der BDI-Präsident hat einen Lösungsvorschlag.

BDI-Präsident Dieter Kempf zeichnet ein düsteres Bild der deutschen Wirtschaft. "Die Industrieproduktion in Deutschland steckt bereits im Abschwung", sagte Kempf dem "Spiegel". "Schon im laufenden Quartal könnten wir in eine technische Rezession rutschen." Der Zollstreit zwischen den USA und China habe "massive Auswirkungen" auf Deutschland. "Unsere Unternehmen leiden unter dem Handelskonflikt. Und der Brexit tut sein Übriges", sagte Kempf. Die Stimmung in der Wirtschaft sei deshalb "sehr, sehr gedämpft".

Der Industriepräsident fordert von der Bundesregierung, vom Mantra des ausgeglichenen Haushalts abzurücken. "Nach der Finanzkrise sprach vieles für das Konzept der schwarzen Null, so wie es Herr Schäuble seinerzeit als Finanzminister durchgesetzt hat", sagte Kempf. "Nur hat sich die Situation sich seitdem geändert. Der Staat kann sich inzwischen zu Negativzinsen verschulden. Da ist es schon eine Überlegung wert, den Spielraum zwischen schwarzer Null und Schuldenbremse sinnvoll zu nutzen."

Kempf gibt der Politik eine Mitschuld an der aktuellen Krise der deutschen Autoindustrie: "Wenn jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft als Idee verbreitet wird - von Diesel-Fahrverboten in Innenstädten bis zu SUV-Fahrverboten - wundere ich mich nicht, dass inländische Kunden verunsichert sind und sich beim Kauf im Moment zurückhalten", sagte Kempf.

Quelle: n-tv.de, kpi/DJ