Wirtschaft

Milliardenminus im Autogeschäft BMW peilt trotz Verlusten schwarze Zahlen an

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Das Geschäft in China hat die Talfahrt gebremst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch bei BMW brechen Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal ein. Für das Gesamtjahr bleibt der Autobauer aber vorsichtig optimistisch: Trotz großer Verluste sind schwarze Zahlen das Ziel.

BMW sieht sich trotz hoher Verluste im zweiten Quartal auf Kurs zu seinen Jahreszielen. "Wir blicken mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr", sagte Vorstandschef Oliver Zipse am Morgen bei der Vorlage der Geschäftszahlen. In der Corona-Krise sorgten geschlossene Autohändler und teils monatelange Produktionsstopps dafür, dass der Autobauer unter dem Strich einen Quartalsverlust von 212 Millionen Euro einfuhr. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,48 Milliarden Euro Gewinn gewesen.

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Für das Gesamtjahr rechnet BMW trotz des hohen Fehlbetrags operativ weiterhin mit schwarzen Zahlen im Autogeschäft. "Wir blicken mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr und streben für 2020 weiterhin eine Ebit-Marge im Segment Automobile zwischen 0 und 3 Prozent an", sagte Zipse laut Mittelung. Das Ergebnis vor Steuern soll 2020 wie geplant deutlich um mindestens zehn Prozent sinken.

Von April bis Juni schrieb BMW im Autogeschäft vor Zinsen und Steuern 1,55 Milliarden Euro Verlust nach einem Gewinn von 1,47 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Daraus resultierte in dem nun abgelaufenen Quartal eine Ebit-Marge von minus 10,4 Prozent.

Tausende Stellen gestrichen

Der Konzernumsatz inklusive Motorrad- und Finanzdienstleistungsgeschäft brach im Quartal um 22,3 Prozent auf 19,97 Milliarden Euro ein. Gebremst wurde die Talfahrt vom Geschäft in China, wo BMW schon früher Lichtblicke ausgemacht hatte. Der Autobauer hatte bereits mitgeteilt, dass im abgelaufenen Quartal ein Viertel weniger Autos verkauft wurden als im Vorjahreszeitraum. Angesichts monatelanger Werks- und Händlerschließungen in aller Welt brach die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von April bis Juni um 25,3 Prozent auf rund 485.000 ein.

Andere Autobauer wie Daimler und Volkswagen hatten im zweiten Quartal ebenfalls hohe Verluste geschrieben. Ähnlich wie seine Konkurrenten streicht BMW in der Corona-Krise Tausende Stellen.

Quelle: ntv.de, chr/rts/DJ