Wirtschaft

Asien-Ergebnisse "beeindruckend" BMW sieht sich in der Spur

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BMW erwartet ein Absatzplus im hohen einstelligen Bereich.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der Münchener Autobauer schaltet wieder einen Gang hoch. Aus Asien kommen starke Zahlen, in Europa steigen die Marktanteile, und in den USA sind gute Preise durchsetzbar. Zudem erwartet das Unternehmen wieder mehr Zuspruch vom Kapitalmarkt.

Der Autobauer BMW sieht sich dank eines brummenden Asien-Geschäfts inmitten der Corona-Krise auf Wachstumskurs. "Wir sind insgesamt gut unterwegs, um unsere wesentliche Zielsetzung für das laufende Jahr zu erreichen", sagte BMW-Finanzchef Nicolas Peter. Der Absatz werde eher am oberen Rand der in Aussicht gestellten Spanne von fünf bis zehn Prozent wachsen.

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Beim Ziel einer operativen Rendite von sechs bis acht Prozent sei BMW im Automobilgeschäft "gut unterwegs". Das werde man auch beim Free-Cashflow sehen. Die Ergebnisse in Asien seien "beeindruckend".

Peter zeigte sich zuversichtlich, dass BMW sein langfristiges Renditeziel von acht bis zehn Prozent nicht nur erreichen, sondern dieses Niveau danach auch halten werde. Das soll trotz eines steigenden Anteils von E-Autos am Absatz gelingen, an denen die Autobauer in den ersten Jahren weniger verdienen als an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

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Die Märkte in Asien entwickelten sich nicht nur von den Absatzzahlen her positiv, "sondern auch in der Qualität der Ergebnisse", sagte Peter. Im Leasingmarkt USA profitierten die Münchener davon, dass sich die Gebrauchtwagenpreise auf einem hohen Niveau befänden. Auch der Neuwagenabsatz laufe gut. In Europa sänken die Neuzulassungen zwar insgesamt. BMW gewinne aber Marktanteile, da der Absatz weniger stark schrumpfe. Anders als beim Lockdown vor einem Jahr sei auch der Auftragseingang nicht eingebrochen.

Mit Blick auf die Entwicklung des Autobauers an der Börse sagte Peter, die BMW-Aktie sei immer noch unterbewertet. Der Kurs bewege sich inzwischen aber in die richtige Richtung. "Insgesamt habe ich den Eindruck, dass auch der Kapitalmarkt wieder einen stärkeren Fokus auf die traditionellen Hersteller hat und sieht, dass wir bei den wichtigen Zukunftsthemen gut unterwegs sind." BMW wolle bei Anlegern "mit nachhaltiger Leistung" punkten und setze nicht auf kurzfristige Ausschläge beim Aktienkurs. Damit spielte Peter indirekt auf Volkswagen an, der durch zahlreiche Ankündigungen in der Elektromobilität Aufmerksamkeit von Investoren auf sich gezogen hat, woraufhin die Aktie stark nach oben schoss.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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