Wirtschaft

Besonders Zimmerei im Plus Baubranche macht trotz Corona mehr Umsatz

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Mit bestimmten Einschränkungen konnte auf den Baustellen weitestgehend weitergearbeitet werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronavirus-Pandemie stürzt die Wirtschaft weltweit in die Rezession. Doch die Baubranche in Deutschland geht sogar mit einem Plus aus dem ersten Quartal. Die Zukunft ist jedoch ungewiss: Schon im März gab es weniger Aufträge.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben bisher keine Auswirkungen auf den Umsatz am Bau in Deutschland. Im März verbuchte das Bauhauptgewerbe 11,8 Prozent höhere Erlöse als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den ersten drei Monaten dieses Jahres ergab sich nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde ein Plus von 11,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 2,2 Prozent.

Das stärkste Plus gab es im Gewerk Zimmerei und Ingenieurholzbau. Im Vergleich zum Vorjahr konnte hier der Umsatz um ein Viertel gesteigert werden. Den geringsten Zuwachs gab es nach Angaben des Bundesamtes im Wirtschaftszweig Sonstiger Tiefbau (plus 6,2 Prozent), wozu zum Beispiel der Wasserbau zählt.

Allerdings hinterlässt die Corona-Krise auch am Bau Bremsspuren. Die Baubranche bewertete die Geschäftslage im Mai zwar als befriedigend, wie eine Unternehmensumfrage des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) ergab. Auf den Baustellen konnte weitestgehend weitergearbeitet werden. Abstands- und Hygieneregeln führten aber zu Einschränkungen und Mehraufwand.

Die Branche rechnet wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit einem Rückgang an Bestellungen. Bereits im März sank der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes bereinigt um Preiserhöhungen (real) um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) ebenso wie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Die Statistik des Bundesamtes berücksichtigt Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.

Quelle: ntv.de, agr/dpa