Wirtschaft

Auswirkungen des Iran-KriegsBauern kündigen höhere Preise an

07.03.2026, 10:48 Uhr
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Bauernpräsident Wendorff sagt, der Agrardieselpreis sei binnen zwei Wochen um 25 Prozent gestiegen. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Mit Ausbruch des Iran-Kriegs vor einer Woche schnellen die Preise für Diesel und Benzin in die Höhe. Das macht Bauern zu schaffen. Verbraucher werden das an der Kasse im Supermarkt und Discounter zu spüren bekommen.

Auch die Landwirtschaft bekommt nach Aussagen von Branchenverbänden die Folgen des Iran-Kriegs zu spüren: Bauern beklagen gestiegene Preise für Dünger und Diesel und kündigen deshalb schon jetzt höhere Preise für ihre Produkte an. Im März beginnt vielerorts die Feldarbeit in der Landwirtschaft.

"Gerade jetzt für die Frühjahrsbestellung sind die sprunghaften Preissteigerungen beim Diesel besonders schmerzhaft, auch die Preise für Dünger schießen nach oben", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. "Diese Kostensteigerungen können von der Landwirtschaft schlichtweg nicht getragen werden. Wir brauchen zwingend höhere Preise für unsere Produkte." Von März bis Juni wird laut Bauernverband bis zu einem Drittel des Jahresverbrauchs an Diesel benötigt.

Der brandenburgische Bauernpräsident Henrik Wendorff sagte, der Preis für Agrardiesel im Großhandel sei im Vergleich zum Preis vor zwei Wochen um 25 Prozent gestiegen. Das seien etwa 30 Euro mehr für 100 Liter.

"Mit den Preisen, die derzeit im Tagesgeschäft gehandelt werden, ist die Rentabilität nicht darzustellen", meinte Wendorff. Nicht jeder Landwirt habe sich bereits im vergangenen Jahr einen ausreichenden Dieselvorrat zugelegt, weil dies immer auch Liquidität binde. Er kritisierte zudem, dass die Dieselpreise in Europa unterschiedlich stark stiegen.

Der Iran-Krieg sorgt für steigende Öl-, Sprit und Gaspreise. Es wurden bereits Rufe nach dem Kartellamt laut, um Preisausschläge zu regulieren.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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