Wirtschaft

Einigung mit US-Kunden steht bevor Bericht: VW zahlt eine Milliarde Dollar mehr

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Die 3,0-Liter-Dieselmotoren hat VW unter anderem im Touareg, in den Luxusmodellen von Audi und im Porsche Cayenne verbaut.

(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Bei den kleinen 2,0-Liter-Motoren kann VW im Sommer ein unrühmliches und teures Kapitel des Abgas-Skandals schließen. Noch vor dem Jahreswechsel soll auch eine Einigung bei den großen 3,0-Liter-Wagen stehen. Der Preis steigt.

Im Dieselskandal zeichnet sich eine Lösung für die 3,0-Liter-Wagen von Volkswagen in den USA ab. Aus mit den Verhandlungen betrauten Kreisen heißt es, VW und die US-Behörden näherten sich an. Das Angebot von VW für die Entschädigung von US-Kunden könne um eine weitere Milliarde US-Dollar steigen. Auch der Zulieferer Bosch soll bei seinen eigenen Vorwürfen kurz vor einer Einigung stehen.

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Die 3,0-Liter-Dieselmotoren stecken unter anderem in den Luxusmodellen der VW-Tochter Audi, im VW Touareg und im Porsche Cayenne. Dem Bericht zufolge soll VW zugestimmt haben, rund 20.000 Autos der ersten Generation an 3,0-Liter-Dieselmotoren zurückzunehmen. Zudem sollen 60.000 Fahrzeuge der zweiten Generation repariert werden.

Ein VW-Sprecher wollte die Einigung nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass die Gespräche vertraulich seien. Der Konzern sei aber optimistisch, dass es bald zu einer Lösung kommen werde.

Einigung für 2,0-Liter-Motoren steht

Der zuständige Richter des Bundesbezirksgerichts in San Francisco, Charles Breyer, hatte die beteiligten Parteien am vergangenen Freitag aufgefordert, eine Lösung dingfest zu machen. Er setzte für den heutigen Montag weitere Anhörung in der Sache an.

Im Sommer hatte sich VW bereits mit Kunden geeinigt, die einen Wagen mit dem kleineren 2,0-Liter-Motor fahren. Der Vergleich könnte den Konzern umgerechnet bis zu 15,8 Milliarden Euro kosten. Zur Bezahlung des Abgas-Skandals hat der Autobauer rund 18,2 Milliarden Euro zur Seite gelegt.

Quelle: ntv.de, chr/DJ/dpa