Wirtschaft

Nach Ausstieg von Edeka Bertelsmann beerdigt Deutschland-Card zum Jahresende

13.04.2026, 20:36 Uhr
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Die Deutschland-Card gibt es seit 2008 - im November ist Schluss. (Foto: IMAGO/Zoonar)

Mit der Deutschland-Card sammeln Kunden jahrelang Rabatte in Supermärkten und Drogerieketten. Doch das Unternehmen schreibt rote Zahlen - verschärft durch Edekas Wechsel zu Konkurrent und Marktführer Payback. Nun zieht der Bertelsmann-Konzern Konsequenzen.

Der Bertelsmann-Konzern stellt sein Rabattprogramm Deutschland-Card im Laufe dieses Jahres ein. Für die 90 Mitarbeiter sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, wie Bertelsmann mitteilte. Spätestens zum 30. November soll die GmbH ihren Betrieb vollständig einstellen. Grund sei demnach der "Verlust des mit Abstand größten Programmpartners" Anfang 2025, mit dem die Grundlage für das Geschäftsmodell entfallen sei. Der Konzern beziehe sich damit auf den Wechsel von Edeka zum größeren Konkurrenten Payback Anfang vergangenen Jahres, wie zuvor die "Lebensmittel-Zeitung" berichtete.

Die seit 2008 erhältliche Deutschland-Card schreibt demnach seit geraumer Zeit rote Zahlen. "Das Management sieht daher auf absehbare Zeit keine realistische Möglichkeit, die Verlustzone zu verlassen, und damit keine Grundlage für eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten", hieß es in der Mitteilung.

Rettungsbemühungen brachten demnach nicht die erhofften neuen Nutzer: Trotz intensiven Einsatzes aller Beteiligten und umfassender Investitionen sei es nicht gelungen, Nutzerakzeptanz und erforderliche Reichweite für eine tragfähige Monetarisierung zu erreichen. Zu den bislang verbliebenen Partnerunternehmen der Deutschland-Card zählen laut Webseite unter anderem Aldi Nord und Süd, Rewe, Kaufland, Penny sowie die Drogeriemarktketten Rossmann und dm.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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