Wirtschaft

Ifo-Index überraschend besser Beste Laune in deutschen Chefetagen

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Die deutsche Wirtschaft entwickelt mehr Dynamik als gedacht. Der Ifo-Index zum Geschäftsklima steigt im Januar auf 117,6 Punkte. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang gerechnet. Nur bei den Aussichten sieht es nicht ganz so rosig aus.

Deutschland im Aufschwung: Der Optimismus unter Führungskräften der deutschen Wirtschaft ist zu Jahresbeginn deutlich stärker ausgeprägt als erwartet. Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg im Januar von 117,2 im Vormonat auf aktuell 117,6 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft startet mit Schwung ins neue Jahr", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Der an den Märkten viel beachtete Ifo-Index stützt sich auf eine Umfrage des Instituts unter 7000 Managern. Der Teilindex zur Beurteilung der aktuellen Geschäftslage kletterte auf ein Rekordhoch von 127,7 Punkten. Die von den Ifo-Experten befragten Unternehmenslenker beurteilten ihre Geschäftslage demnach so gut wie noch nie.

Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Die Aussichten für die kommenden sechs Monate entwickelten sich im Januar etwas schlechter als zuletzt. Der Teilindex der Geschäftserwartungen sank von 109,4 auf aktuell 108,4 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit September 2017.

Insgesamt zeichnet die Entwicklung beim Ifo-Index jedoch ein Bild robuster Stärke: Selbst die Erwartungswerte bewegten sich weiterhin auf hohem Niveau, wie das Institut betonte. Die Konjunkturforscher erwarten in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Im Vorjahr erreichte Deutschland eine Zuwachsrate von 2,2 Prozent.

Rückenwind aus dem Welthandel

Die Gründe für das vergleichsweise starke Wachstum liegen für Konjunkturexperten auf der Hand: Die Exporteure können derzeit stark vom anziehenden Welthandel profitieren, weshalb viele Unternehmen wieder mehr investieren.

Auch der private Konsum dürfte angesichts einer Rekordbeschäftigung am deutschen Arbeitsmarkt und steigenden Löhnen eine Konjunkturstütze bleiben. Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sagt für Februar einen Anstieg ihres Barometers zum GfK-Konsumklima um 0,2 auf 11,0 Punkte voraus - den höchsten Wert seit Oktober 2001.

Quelle: n-tv.de, mmo/DJ/rts

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