Wirtschaft
Die Deutschen berappen an den Zapfsäulen weniger.
Die Deutschen berappen an den Zapfsäulen weniger.(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)
Mittwoch, 14. März 2018

Tiefster Stand seit Ende 2016: Billigeres Benzin drückt Inflation

Bereits zum dritten Mal in Folge sinkt die deutsche Inflationsrate. Sie entfernt sich im Februar weiter von der EZB-Zielmarke von zwei Prozent. Ein wichtiger Grund ist der Rückgang der Energiepreise.

Sinkende Benzinpreise haben die Inflation in Deutschland im Februar auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr gedrückt. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt nur noch 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. "Damit schwächte sich die Inflationsrate den dritten Monat in Folge ab", erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Im Januar lag sie noch bei 1,6 Prozent, im Gesamtjahr 2017 bei 1,8 Prozent.

Die Teuerungsrate liegt damit weiter unter der Zielmarke von knapp zwei Prozent, die die Europäische Zentralbank (EZB) als ideal für die Wirtschaft ansieht. Für den erneuten Rückgang sorgte die Entwicklung der Energie. Sie kostete nur noch 0,1 Prozent mehr als im Februar 2017. Kraftstoffe wie Benzin und Diesel verbilligten sich sogar um 0,6 Prozent, Heizöl um 0,2 Prozent und Gas um 1,4 Prozent.

"Ein weiterer wesentlicher Grund für die moderate Entwicklung der Inflation war die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln", betonten die Statistiker. Sie verteuerten sich diesmal um 1,1 Prozent und damit ebenfalls deutlich geringer als zuletzt. Gemüse verbilligte sich um 17,1 Prozent. Dienstleistungen kosteten 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, ebenso die Nettokaltmieten.

Die Bundesregierung hat in ihrem Jahreswirtschaftsbericht die Inflationsprognose für dieses Jahr leicht angehoben. Sie geht nunmehr von 1,7 Prozent aus. Wegen der im gesamten Euro-Raum niedrigen Inflation will die EZB ihre Nullzinspolitik in diesem Jahr fortsetzen. Auch die auf 2,55 Billionen Euro angelegten Anleihenkäufe sollen vorerst weitergehen, um Konjunktur und Inflation anzuschieben.

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Quelle: n-tv.de