Wirtschaft

Teure Ausfälle der 737 Max Boeing entschädigt Turkish Airlines

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Die Boeing 737 Max von Turkish Airlines stehen unbewegt auf dem Flughafen von Istanbul.

(Foto: imago images / JOKER)

Für die Boeing 737 Max gilt seit März ein weltweites Flugverbot. Bei Turkish Airlines müssen deshalb zwölf Flugzeuge am Boden bleiben. Außerdem fehlen nicht ausgelieferte Maschinen. Laut türkischen Medien erhält die Airline als Ausgleich eine dreistellige Millionensumme.

Die Fluggesellschaft Turkish Airlines und der US-Flugzeugbauer Boeing haben sich angesichts der Krise um den Jet 737 Max auf eine Entschädigungszahlung geeinigt. Das teilt die Airline mit, ohne einen Betrag zu nennen. Die Zeitung "Hürriyet" berichtet, Turkish Airlines habe einen Betrag von 225 Millionen US-Dollar erhalten. Dies decke die Verluste der Fluggesellschaft von 2019 ab.

Die Fluggesellschaft teilte lediglich mit: "Turkish Airlines und Boeing haben sich auf eine Entschädigung für bestimmte Verluste geeinigt, die durch am Boden gebliebene und nicht ausgelieferte Boeing 737 Max Flugzeuge entstanden sind."

Nach dem Absturz zweier Maschinen der Reihe 737 Max bei den Fluglinien Lion Air und Ethiopian Airlines im März mit insgesamt 346 Toten verhängten Behörden weltweit ein Flugverbot für den Typ. Bei Turkish Airlines blieben zwölf Flugzeuge des Typs am Boden. Zudem sollte Turkish Airlines im Jahr 2019 zwölf der Flieger erhalten. Wegen des Flugstopps und der nicht ausgelieferten Flugzeuge musste Turkish Airlines Tarife erhöhen und Inlandsflüge kürzen. Anfang Dezember hatten türkische Medien berichtet, dass die Fluggesellschaft zudem bereit sei, Boeing wegen der Verluste zu verklagen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa