Wirtschaft

Investmentlegende bricht eigene Tabus Buffett steigt groß ins Luftfahrtgeschäft ein

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Buffett investiert - die Papiere der Fluggesellschaften legen an der Börse kräftig zu.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eigentlich will Warren Buffett mit der "Todesfalle" Fluggesellschaften nichts zu tun haben - doch die Aussicht auf Rekordgewinne locken sogar den US-Starinvestor. Buffetts Holding Berkshire Hathaway investiert offenbar mehr als 1,3 Milliarden Dollar.

Investmentlegende Warren Buffett wagt sich ins Luftfahrtgeschäft. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway gab bekannt, Aktien über 1,3 Milliarden Dollar der vier größten US-Fluggesellschaften American, Delta, Southwest and United Continental gekauft zu haben.

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Zum 30. Oktober gehörten Buffetts Holding Berkshire Hathaway demnach Aktien von American Airlines im Wert von 797 Millionen Dollar. Beim Konkurrenten Delta Airlines belief sich die Investition auf 249 Millionen und bei UnitedContinental auf 237 Millionen Dollar. Der Fernsehsender CNBC berichtete, Berkshire Hathaway habe auch Anteile an der Fluggesellschaft Southwest gekauft.

"Todesfalle" Fluggesellschaften

Die Investitionen bedeuten ein Kehrtwende für Buffett. Er hatte Fluggesellschaften im Jahr 1989 als "Todesfalle" bezeichnet, nachdem ihm Spekulationen mit Vorzugsaktien von US Airways gründlich misslangen. Im Jahr 2007 äußerte er sich erneut skeptisch zu der Branche. Es ist allerdings unbekannt, ob Buffett persönlich die Entscheidung traf, nun doch Geld in Fluggesellschaften anzulegen. Möglicherweise wurde dies auch von anderen Berkshire-Hathaway-Managern beschlossen.

Dessen ungeachtet profitierten die Fluggesellschaften nach Bekanntwerden der Investition an der Börse: Im elektronischen Handel legten die American-Airlines-Papiere um fast 3,5 Prozent zu, bei Delta betrug das Plus rund 2,9 Prozent und bei UnitedContinental gut 2,6 Prozent.

Die Branche profitierte in den vergangenen Jahren von den gesunkenen Treibstoffkosten und vom Abflauen des Preiskampfes in den USA, weil sich Airlines zusammengeschlossen haben. Die vier führenden US-Anbieter verbuchten deshalb 2015 einen Rekordgewinn von zusammen 21,7 Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de, jgu/afp/rts