Wirtschaft

Geldmarktpapiere bringen Milliarden Bund muss sich weniger Geld leihen

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(Foto: dpa)

Trotz Sonderausgaben in der Folge der Flüchtlingskrise muss sich der Bund für dieses Jahr elf Milliarden Euro weniger leihen als geplant. Viele Milliarden fließen dem Haushalt durch den Handel mit Staatsanleihen und Geldmarktpapieren zu.

Der Bund muss sich in diesem Jahr wegen gut gefüllter Staatskassen deutlich weniger Geld leihen als geplant. Die Auktionen von Geldmarktpapieren und Staatsanleihen sollen 174,5 Milliarden Euro einspielen - elf Milliarden Euro weniger als noch zu Jahresbeginn vorgesehen, wie die mit dem Schuldenmanagement betraute Finanzagentur mitteilte.

Allein für das vierte Quartal kürzt der Bund seine Emissionen um sechs Milliarden Euro. "Damit wird der günstigen Entwicklung des Bundeshaushalts und seiner Sondervermögen Rechnung getragen", erklärte die Agentur.

Die Steuereinnahmen lagen in den ersten acht Monaten um sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dafür sorgten die gute Konjunktur sowie steigende Verdienste und Rekordbeschäftigung, die für höhere Einnahmen aus der Lohnsteuer sorgen.

Zusätzlich will der Bund noch etwa zwölf Milliarden Euro mit Anleihen einnehmen, die an die Inflationsrate gekoppelt sind. Damit erhöht sich das Gesamtvolumen in diesem Jahr auf rund 186,5 Milliarden Euro. Weniger hat sich der Bund zuletzt 2002 geliehen.

Quelle: ntv.de, ppo/rts