Wirtschaft

Deutsche profitieren und klagen Chinas Handel gibt Weltwirtschaft Schwung

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Im vergangenen Jahr hatte China als einzige große Volkswirtschaft zumindest ein bescheidenes Wachstum geschafft. 2021 dürfte ein Boom folgen.

(Foto: AP)

Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat die Pandemie unter Kontrolle. Chinas Wirtschaft boomt, der Import springt an und gibt der Weltwirtschaft Schwung. Davon profitieren auch deutsche Unternehmen. Allerdings haben die auch Grund zur Klage und kritisieren "geschäftsschädigende" Praktiken.

Chinas Außenhandel erlebt ein robustes Wachstum, das die zweitgrößte Volkswirtschaft kräftig ankurbelt. Im März legten die Exporte in US-Dollar berechnet um 30,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie der Zoll in Peking berichtete. Die Importe wuchsen unerwartet kräftig sogar um 38,1 Prozent. Die verstärkte globale Nachfrage und die niedrige Vergleichsbasis im vergangenen Jahr nach dem scharfen Wirtschaftseinbruch zu Beginn der Corona-Krise in China sorgten für die starken Wachstumsraten. Der Außenhandel insgesamt legte im März um 34,2 Prozent zu.

Es war der neunte Monat in Folge mit einem Wachstum der chinesischen Ausfuhren. Die Importe legten sechs Monate in Folge zu. Für das gesamte erste Quartal ergibt sich damit ein Zuwachs der Exporte um 49 Prozent. Die Einfuhren legten um 28 Prozent zu, wie der Zoll weiter berichtete. In den ersten zwei Monaten des Jahres hatten Chinas Exporte schon einen Sprung um 60,6 Prozent gemacht. Die Einfuhren stiegen im Januar und Februar um 22,2 Prozent.

Gerade Deutschland profitiert von der kräftigen Erholung in China, seinem wichtigsten Handelspartner, wenn man das Gesamtvolumen von Im- und Exporten zugrunde legt. Nach den Zollangaben stiegen die Importe aus Deutschland im ersten Quartal um 28,4 Prozent. China liefert um 60,5 Prozent mehr Waren nach Deutschland. Trotz des Handelskrieges mit den USA und den Strafzöllen kletterten die chinesischen Ausfuhren in die USA in den drei Monaten sogar um 74,7 Prozent. Die Importe aus den USA legten um 69,2 Prozent zu.

Reisen nach China weiter kaum möglich

Da China das Coronavirus seit dem vergangenen Sommer weitgehend im Griff hat, konnten sich der Alltag und die Wirtschaftsaktivitäten normalisieren. Nach 2,3 Prozent Wachstum im vergangenen Jahr wird in diesem Jahr mit einem Anstieg von mehr als sechs Prozent gerechnet. 2020 verzeichnete China als einzige große Volkswirtschaft der Welt ein Wachstum.

Am Freitag will das Statistikamt die Wachstumszahlen für das erste Quartal vorlegen. Chinas Regierung verfolgt eine strenge Null-Covid-Strategie: Auf die wenigen kleineren Ausbrüche in den vergangenen Monaten reagierten die Behörden jeweils sofort mit Ausgangssperren, Quarantäne, Massentests und Kontaktverfolgung. Auch gibt es weiter scharfe Einreisebeschränkungen. Wer als Chinese wieder einreisen darf oder als Ausländer überhaupt ein Visum bekommt, muss nach der Ankunft mindestens zwei Wochen in eine Quarantäneeinrichtung.

In China tätige deutsche Unternehmen beklagen die unzureichende Visavergabe, kurzfristige Veränderungen von Vorschriften und teils schlechte Quarantäne-Bedingungen. Es sei kaum noch möglich, Mitarbeiter für Installation, Reparatur oder Wartung von Anlagen zu annehmbaren Bedingungen in das Land zu schicken, kritisierte der Maschinenbauverband VDMA jüngst. Die Probleme wurden als groß und geschäftsschädigend beschrieben.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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