Wirtschaft

Riskante Griechenland-Wetten Clintons Schwiegersohn hat sich verzockt

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Chelsea Clinton mit ihrem Mann Marc Mezvinsky.

(Foto: REUTERS)

Der Schwiegersohn der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sorgt für Negativschlagzeilen. Er hat über 20 Millionen Dollar mit seinem Hedgefonds in den Sand gesetzt. Jetzt zieht er die Reißleine.

Hillary Clintons Schwiegersohn, der Investmentbanker Marc Mezvinsky hat mit riskanten Griechenland-Spekulationen mehr als 20 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. Die Anleger seines Fonds haben den größten Teil ihrer Investments eingebüßt, schreibt die "New York Times".

Mezvinsky hatte mit seinem Hedgefonds vor allem auf die Erholung Griechenlands gesetzt. Nachdem der auf griechische Anleihen und Aktien spezialisierte Fonds "Eaglevale Hellenic Opportunity" 90 Prozent seines Werts eingebüßt hat, wird er jetzt geschlossen. Angeblich war er 2011 mit Kundeneinlagen in Höhe von 25 Millionen Dollar an den Start gegangen.

Was Mezvinsky nicht kommen sehen hat, war der Aufstieg von Alexis Tsipras und seiner Syriza-Partei. Auch die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der griechischen Wirtschaft war eine Fehleinschätzung. Dabei mangelte es ihm weder an eigenem Fachwissen noch kompetenten Partnern. Der Absolvent der Elite-Uni Stanford hatte sich bei der Gründung seines Anlagefonds mit ehemaligen Goldman-Sachs-Bankern zusammengetan. Dem Vernehmen nach soll sogar Goldman-Chef Lloyd Blankfein unter den Investoren des Fonds gewesen sein.

Der 38-Jährige hatte zuvor selbst bei der Investmentbank Goldman Sachs gearbeitet. Mezvinsky ist mit Chelsea Clinton verheiratet, der Tochter des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton und der möglichen nächsten Präsidentin der USA, Hillary Clinton. Seine eigene Mutter saß früher selbst im US-Repräsentantenhaus. All die Kontakte und Einsichten in die Materie haben offensichtlich nicht geholfen.

Quelle: ntv.de, ddi