Wirtschaft

Apple und Starbucks warnen Coronavirus beeinträchtigt US-Konzerne

Im Schlussquartal 2019 laufen die Geschäfte von Apple und Starbucks rund. Doch der Ausbruch des Coronavirus vor allem in China trübt die Geschäftsausblicke der US-Konzerne. Starbucks hat nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte seiner Filialen in China geschlossen. Das verunsichert Anleger.

Immer mehr ausländische Konzerne stellen sich auf Beeinträchtigungen ihrer Geschäfte durch die Welle der Coronavirus-Erkrankungen in China ein. Der US-Technologiekonzern Apple etwa wappnet sich für Turbulenzen in seiner chinesischen Zuliefererkette. Einige Betriebe befänden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan, sagte Konzernchef Tim Cook. Es gebe aber alternative Quellen für ihre Produkte. Unklar sei die weitere Entwicklung bei anderen Zulieferern, für die die übliche Auszeit zum chinesischen Neujahrsfest zum Teil um eine Woche verlängert worden sei.

Der Konzern habe einen Apple Store in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land reduziert, sagte Cook weiter. Auch einige chinesische Einzelhandels-Partner hätten Geschäfte geschlossen oder die Öffnungszeiten verkürzt, und in die Läden kämen weniger Käufer.

Die Unsicherheit rund um das Coronavirus sei der Grund dafür, dass bei der Umsatzprognose für das laufende Quartal eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar gewählt worden sei, sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri. Das ist in jedem Fall ein deutliches Plus im Vergleich zu den 58 Milliarden Dollar Umsatz im Vorjahresquartal.

Starbucks warnt vor ungewissem Geschäftsausblick

Der Kaffeekettenbetreiber Starbucks warnt ebenfalls vor Ungewissheiten aufgrund der weltweiten Coronavirus-Fälle. Der Geschäftsausblick für 2020 werde erst aktualisiert, wenn die Folgen für das Unternehmen vernünftig eingeschätzt werden könnten, teilte der US-Konzern mit. Die Kette habe mehr als die Hälfte ihrer Filialen in China geschlossen und sei dabei, ihre Geschäftszeiten anzupassen. Anleger reagierten verunsichert, die Aktie rutschte nachbörslich tiefer ins Minus.

*Datenschutz

Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist inzwischen auf mehr als 5300 gestiegen, die Zahl der Toten auf mehr als 130. Betroffen ist weiterhin vor allem die Provinz Hubei mit der Elf-Millionen-Metropole Wuhan. China hatte in den vergangenen Tagen drastische Maßnahmen ergriffen: In der Provinz wurden 45 Millionen Menschen weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Flüge sowie Fern- und Nahverkehr wurden gestoppt. Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der neuartigen Lungenerkrankung gibt es nicht.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/AFP