Wirtschaft

"Vertreter der Autoindustrie" DUH-Chef Resch attackiert Verkehrsminister Scheuer

Wenn es um Tempolimit und Feinstaubgrenzwerte geht, verstehen die Deutschen keinen Spaß. Das gilt auch für Bundesverkehrsminister Scheuer und den Chef der Deutschen Umwelthilfe, Resch. Ihre Positionen könnten dabei nicht unterschiedlicher sein.

Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, kritisiert in der Debatte über ein generelles Tempolimit auf Autobahnen und Feinstaubgrenzwerte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Resch wirft dem CSU-Politiker vor, die Interessen der Autoindustrie zu vertreten: "Herr Scheuer agiert nicht als Verkehrsminister, sondern wie der offizielle Vertreter der Automobilindustrie im Bundeskabinett", sagte Resch der "Passauer Neuen Presse".

Scheuer übernehme Positionen der Autokonzerne und lasse "die Millionen betrogenen Besitzer schmutziger Diesel-Pkw im Stich". Der Minister kümmere sich weder um die Städte, die im Autoverkehr erstickten, noch um saubere Luft, kritisierte der DUH-Chef. Die DUH hatte vor Gerichten in mehreren deutschen Städten Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge erstritten.

Resch monierte zudem, dass Scheuer in der "Phantomdebatte" über Grenzwerte von Stickstoffdioxid und Feinstaub "auf der Seite vermeintlich kritischer Lungenärzte" stehe. Dieser Gruppe gehöre auch ein früherer Daimler-Motorenentwickler und ein Verkehrsforscher an.

Die Forderung dieser "obskuren Truppe", die EU-Grenzwerte einfach auszusetzen, sei unseriös und werde auch mit keiner einzigen wissenschaftlichen Studie belegt. Dagegen stünden 70.000 wissenschaftliche Studien, die die Schädlichkeit der Dieselabgasgifte Feinstaub und Stickstoffdioxid belegten.

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Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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