Wirtschaft

Erneute Gewinneinbußen Daimler ächzt unter schwachem Automarkt

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Daimler hat im ersten Quartal erneut einen geringeren Gewinn eingefahren.

(Foto: REUTERS)

Die Schwächephase des weltweiten Automarktes hinterlässt auch zum Jahresstart tiefe Spuren in der Bilanz von Daimler. Im ersten Quartal sinken Einnahmen und Gewinn. Dennoch hält der Dax-Konzern an seinem Ausblick für das Gesamtjahr fest.

Schwächere Autoverkäufe und die weiter hohen Ausgaben haben auch im ersten Quartal die Bilanz von Daimler getrübt. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn musste der Dax-Konzern in den ersten drei Monaten Einbußen im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Erlöse gingen leicht von 39,8 Milliarden auf 39,7 Milliarden Euro zurück, wie Daimler in Stuttgart mitteilte. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von rund 2,1 Milliarden Euro - nach knapp 2,3 Milliarden im ersten Quartal 2018.

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Vor allem wegen diverser Modellwechsel hat Daimler aktuell mit einem Einbruch bei den Absatzzahlen zu kämpfen. Im ersten Quartal verkaufte der Premiumhersteller weltweit 5,6 Prozent weniger Mercedes-Autos. Die Erlöse sanken wegen rückläufiger Verkäufe besonders in Europa um acht Prozent auf 21,2 Milliarden Euro. Die Stuttgarter begründeten das schwache Abschneiden insgesamt mit rückläufigem Autoabsatz und höheren Rohmaterialpreisen. Im Lkw-Geschäft zogen die Erlöse um elf Prozent an. Im Bus- und Van-Geschäft fiel zum Jahresstart ein Verlust an.

Das operative Ergebnis (Ebit) brach wegen einer Vielzahl von Belastungen um 16 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro ein. Den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigte die Daimler AG. Demnach sollen sowohl der Absatz, der Umsatz als auch das Ebit leicht steigen.

Angesichts der Schwierigkeiten in der Branche und dem herben Gewinnrückgang, den Daimler schon für das Gesamtjahr 2018 verbuchen musste, hat der Konzern ein Sparprogramm in Aussicht gestellt, zu dem aber noch keine Details bekannt sind. Der Konzern müsse nun "mit aller Kraft" auf die Jahresziele hinarbeiten", sagte CEO Dieter Zetsche. "Auf Basis unserer Absatzplanung und den bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen sind wir zuversichtlich, diese Ziele auch zu erreichen", so der scheidende Daimler-Chef.

Quelle: n-tv.de, cri/DJ/dpa

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