Wirtschaft

Plus 20 Prozent in China Daimler verbucht Absatzrekord

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Stark aufgestellt: Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Präsentation auf der Automesse in Paris.

(Foto: picture alliance / dpa)

Starke Zahlen aus Stuttgart: Dank vieler neuer Modelle kann der Dax-Konzern Daimler im September binnen eines Monats so viele Pkw ausliefern wie noch niemals zuvor. Analysten glauben, das Erfolgsgeheimnis zu kennen.

Der Stuttgarter Autohersteller Daimler hat bei den Absatzzahlen einen neuen Monatsrekord erreicht. Im September seien mit 211.286 Fahrzeugen so viele Autos wie noch nie zuvor in einem Monat verkauft worden, teilte Daimler mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei dies ein Plus von 12,1 Prozent.

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Das Wachstum verdankt Daimler Branchenkennern zufolge weiterhin der neuen E-Klasse und sportlichen Geländewagen (SUVs). Auch im 9-Monatszeitraum von Jahresbeginn bis Ende September konnte Daimler nach eigenen Angaben neue Bestmarken aufgestellt. Auch das dritte Quartal habe separat betrachtet einen neuen Bestwert erreicht, erklärte Vertriebsvorstand Ola Källenius.

Sieben SUV im Angebot

Sehr gut läuft weiterhin das Geschäft mit Geländewagen: Weltweit lieferte Daimler im vergangenen Monat davon 68.197 Autos aus, ein Plus von 26,8 Prozent. Auch bei der Kleinfahrzeugmarke Smart geht es aufwärts: Im September wurden mit 13.987 Autos 36,5 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr abgesetzt.

Analysten verweisen auf die entsprechend stark ausgestattete Modellpalette: Inzwischen haben die Schwaben sieben SUV im Angebot, von denen im laufenden Jahr bereits rund 520.000 Exemplare zu den Kunden rollten. Bis Ende September erzielte die Marke mit dem Stern im laufenden Jahr insgesamt ein Plus von knapp zwölf Prozent auf fast 1,54 Millionen Stück.

Mercedes-Benz dürfte damit ersten Einschätzung zufolge seine Position als meistverkaufte Premiummarke der Welt gehalten haben. Vom Stadtflitzer Smart rollten im laufenden Jahr bis Ende September rund 106.000 Neuwagen vom Band, ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor.

Ein Fünftel mehr in China

Mit den Fahrzeugen der Kernmarke Mercedes-Benz konnte Daimler neben Europa (+15 Prozent) vor allem in China (+20,1 Prozent) den Absatz kräftig ausbauen. Der chinesische Markt bleibt damit wichtigster Wachstumsmotor des Herstellers.

Aber auch am Heimatmarkt Deutschland erzielte Mercedes-Benz einen kräftigen Zuwachs von 17 Prozent. In den USA, dem zweitwichtigsten Markt von Daimler, lagen die Auslieferungen hingegen nur um 1,7 Prozent über dem Vorjahr. Binnen drei Quartalen stagnierte er.

An der Börse zeigten sich Anleger zunächst wenig beeindruckt. In einem allgemein unruhigen Gesamtmarkt liegt der Kurs der Daimler-Aktie gegen Mittag knapp 1,4 Prozent im Minus bei 63,46 Euro.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa/rts