Wirtschaft

Handelsstreit dauert an Deal zwischen USA und China verschoben

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Wachmann auf einer Messe für US-Produkte in Shanghai

(Foto: REUTERS)

Nichts lähmt die Weltkonjunktur derart wie der heftige und seit Monaten anhaltende Zollkrieg zwischen Peking und Washington. Doch das erhoffte schnelle Ende ist nicht in Sicht.

Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zur Unterzeichnung eines ersten Handelsvertrags könnte US-Regierungskreisen zufolge bis kommenden Monat verschoben werden. Die USA erwögen eine Zusammenkunft nach dem Nato-Gipfel in London Anfang Dezember, sagte ein Regierungsmitglied. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen.

Zuvor hatte ein Insider gesagt, die Diskussion über die Bedingungen und den Ort der Begegnung hielten an. Es sei noch immer möglich, dass das sogenannte Phase-1-Abkommen nicht zustande komme. Es sei aber wahrscheinlicher, dass es erreicht werde, als dass es nicht erreicht werde. In der sogenannten Phase 1 sollen US-Angaben zufolge unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen geklärt werden.

Dutzende Orte wurden bereits für die Begegnung der beiden Präsidenten vorgeschlagen. Als Gastgeberländer waren Schweden und die Schweiz im Gespräch. Der US-Bundesstaat Iowa, den Trump vorgeschlagen hat, sei offenbar ausgeschlossen, sagte der Insider.

Ursprünglich war das Treffen zwischen Trump und Xi am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels Mitte November in Chile geplant. Doch diese Konferenz sagte Chile wegen der anhaltenden Proteste gegen die Regierung ebenso ab wie den UN-Klimagipfel.

Im Handelsstreit überziehen sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt seit über einem Jahr gegenseitig mit milliardenschweren Sonderzöllen. Trump stört sich unter anderem am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor.

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Quelle: n-tv.de, shu/rts

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