Wirtschaft

Linde steigt auf Deutsche Bank fliegt aus dem Euro-Stoxx 50

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Der Euro-Stoxx 50 wird neu sortiert.

(Foto: imago/Sven Simon)

Die Deutsche Bank gehört nicht länger zu den 50 größten Unternehmen Europas. Gleiches gilt für den Versorger Eon. Im Gegenzug wird ein Industriegase-Hersteller aus Deutschland in das Ranking aufgenommen.

Die Aktie der Deutschen Bank steigt aus dem Euro-Stoxx-50-Index ab. Deutschlands größtes Geldhaus muss wegen des dramatisch gesunkenen Aktienkurses den EuroStoxx 50 verlassen. Mit der Deutschen Bank steigt auch der Versorger Eon zum 24. September aus dem europäischen Leitindex ab. Der Gasehersteller Linde, der vor der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair steht, hat hingegen den Sprung in den EuroStoxx 50 geschafft. Das zeigt eine Rangliste, die die Deutsche Börse veröffentlichte.

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Deutsche Bank 6,88

Der EuroStoxx 50 bildet die 50 wertvollsten Unternehmen der Eurozone ab. Im Index vertreten sind deutsche Branchenschwergewichte wie SAP, Siemens, Daimler und Allianz, aber auch beispielsweise der französische Ölkonzern Total und der Flugzeugbauer Airbus.

Für die Deutsche Bank bedeutet der Abstieg nicht nur einen Image-Schaden. Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes eins zu eins nachbilden (ETFs). Dort muss umgeschichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat.

Da viele Fonds den EuroStoxx 50 nachzeichnen, müssen sich Investoren von Aktien der Deutschen Bank trennen. Das belastet tendenziell den Kurs. Der Aktienkurs der Deutschen Bank hat allein seit Jahresbeginn über 37 Prozent im Eurostoxx 50 eingebüßt. Das Institut hat 2017 den dritten Jahresverlust in Folge eingefahren. Nun genügt der Börsenwert von rund 20 Milliarden Euro nicht mehr. Zweites Kriterium ist das am Markt handelbare Aktien-Volumen.

Auch das spanische IT-Unternehmen Amadeus IT Group wird in den EuroStoxx 50 aufgenommen, ebenso der Luxusgüterhersteller Kering. Der französische Baustoff-Hersteller Saint Gobain steigt ab. Die Deutsche Bank erklärte, der Abstieg aus dem EuroStoxx 50 ändere nichts an der Konzernstrategie, die auf mehr Profitabilität ziele. Diese werde den Börsenwert wieder steigern. Neben der Deutschen Bank dürfte auch die Commerzbank die Folgen ihrer Dauerkrise spüren. Es wird erwartet, dass das Dax-Gründungsmitglied bei der Überprüfung des deutschen Leitindex am Mittwoch für den Zahlungsabwickler Wirecard weichen muss.

Quelle: n-tv.de, jwu/hul/dpa

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