Wirtschaft

Abschied aus dem Dax Deutsche Wohnen gehört jetzt zu Vonovia

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Vonovia verspricht bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum.

(Foto: picture alliance / Jörg Carstensen)

Die Deutsche Wohnen steht vor dem Abschied aus dem Dax. Denn Vonovia hält nun fast 88 Prozent der Stimmrechte der Berliner. Ein bekannter Hamburger Riese kann sich deshalb Hoffnungen auf den Wiedereinzug in den Leitindex machen.

Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia meldet den erfolgreichen Abschluss des Übernahmeangebots für die bisherige Nummer zwei in der Branche, die Deutsche Wohnen. Wie der Bochumer Vonovia-Konzern mitteilte, hält er nach Ende der weiteren Annahmefrist rund 87,6 Prozent der Stimmrechte an der Deutsche Wohnen SE.

Die Deutsche Wohnen steht damit vor dem Abschied aus dem Leitindex Dax. Der Streubesitz von Deutsche Wohnen ist nun zu gering, um sich im Index der 40 wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland zu halten. Die Deutsche Börse reagiert in solchen Fällen meist innerhalb weniger Tage.

Bei der Index-Reform im September hatte der Hamburger Konsumgüterhersteller Beiersdorf den Wiedereinzug in den Dax knapp verpasst. Er könnte nun für die Deutsche Wohnen nachrücken. Vonovia hat für Deutsche-Wohnen-Aktien bisher rund 17 Milliarden Euro ausgegeben und bewirtschaftet nach der Mega-Fusion der beiden Dax-Konzerne 568.000 Wohnungen. "Wir können jetzt mit vereinten Kräften die großen gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen im Wohnungsmarkt angehen", erklärte Vorstandschef Rolf Buch. "Wir stehen zu unserer Verantwortung, gemeinsam mit der Politik an konkreten Lösungen für bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu arbeiten."

Buch hatte lange um die Übernahme zittern müssen, im ersten Anlauf hatte der Branchenriese sogar die angestrebte Mehrheit verpasst. Erst indem der Bochumer Konzern auf alle Bedingungen verzichtete, entzog er allen Spekulationen auf ein Scheitern die Grundlage. Die Deutsche-Wohnen-Aktionäre sollen bis kommenden Dienstag ihr Geld bekommen, 53 Euro je Aktie. Bis zum 21. Oktober hatten sie die Möglichkeit, ihre Aktien anzudienen.

Quelle: ntv.de, chl/rts/DJ

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