Wirtschaft
Besonders wenig Neuzulassungen gab es bei den VW-Töchtern Audi, Porsche und Volkswagen.
Besonders wenig Neuzulassungen gab es bei den VW-Töchtern Audi, Porsche und Volkswagen.(Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)
Dienstag, 02. Oktober 2018

Abgastest hat Folgen: Deutscher Automarkt bricht dramatisch ein

Seit September gibt es den neuen Abgastest WLTP. Er verspricht mehr Transparenz für den Verbraucher. Für die deutsche Automobilindustrie hat das neue Verfahren allerdings drastische Konsequenzen, wie die Zahlen der Neuzulassungen nun zeigen.

Der Automarkt in Deutschland ist im September nach der Einführung strengerer Abgasregeln eingebrochen. Im vergangenen Monat kamen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes gut 200.000 Neuwagen auf die Straße, das sind 30,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Am stärksten war das Minus bei den VW-Töchtern Audi (-77,7 Prozent), Porsche (-75,5 Prozent) und Volkswagen (-61,9 Prozent). Zum 1. September war das neue Abgasmessverfahren WLTP eingeführt worden.

Vor allem um Diesel machten Neuwagenkäufer einen Bogen: Hier fiel der Rückgang mit 43,8 Prozent deutlich stärker aus als bei den Benzinern mit minus 25,2 Prozent. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Autos lag mit 132,2 Gramm pro Kilometer um 3,6 Prozent höher als vor Jahresfrist.

Bei den Pkw mit alternativen Antriebsarten zeigten sich laut KBA ein durchwachsenes Bild: Elektrofahrzeuge legten um 4,9 Prozent zu, Fahrzeuge mit Hybridantrieb verbuchten einen Zuwachs um 15,9 Prozent. Die Nachfrage nach Erdgasfahrzeuge (minus 51,3 Prozent) und Flüssiggasfahrzeugen (minus 48,2 Prozent) ging dagegen deutlich zurück.

Seit Jahresbeginn stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 2,4 Prozent auf 2,67 Millionen Fahrzeuge. Die anteilsstärkste Importmarke mit 5,5 Prozent war Skoda trotz eines Einbruchs von 43,6 Prozent. Bei den Importeuren verzeichneten Jeep (plus 79,7 Prozent), Mitsubishi (plus 35,3 Prozent) und Jaguar (plus 33,9 Prozent) die höchsten Zuwächse.

Quelle: n-tv.de