Wirtschaft

Dank Fracking größter Exporteur Deutschland bezieht immer mehr Öl aus USA

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Die USA sind der größte Ölproduzent weltweit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Fracking-Boom in den USA wirkt sich auch auf den Markt hierzulande aus: Im vergangenen Jahr importierte Deutschland 5,3 Millionen Tonnen Rohöl aus den Vereinigten Staaten - ein Drittel mehr als 2018.

Deutschland importiert immer mehr Rohöl aus den USA. Im vergangenen Jahr wuchs die Menge um mehr als ein Drittel auf 5,3 Millionen Tonnen, wie der "Spiegel" berichtet. Die US-Importe hätten sich gegenüber 2017 sogar versechsfacht, meldet das Magazin unter Berufung auf Daten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

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Der Fracking-Boom hat die USA laut dem Bericht zum weltgrößten Ölproduzenten werden lassen. In Deutschland würden die USA jetzt Rang sechs der wichtigsten Lieferländer belegen, vor zwei Jahren waren die Amerikaner nur auf dem zwölften Platz. An der Spitze der Bafa-Liste stehe weiterhin Russland, allerdings habe sich das Volumen, das durch die Pipelines nach Deutschland fließt, innerhalb von zwei Jahren um rund ein Fünftel verringert. Nach Russland folgten nun Großbritannien, das im Vorjahr noch Rang fünf belegte, und Norwegen. Aus britischen und norwegischen Nordseequellen stamme knapp ein Viertel der Rohölimporte, die Deutschland erreichen. Einen ähnlichen Anteil lieferten die Mitgliedsländer des Opec-Kartells.

Die Zahlen decken sich mit einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) von Mitte Januar. Darin hieß es, dass die USA 2021 zum wichtigsten Energielieferanten Chinas aufrücken werde. 2017 hätten die USA nur auf Platz Elf gelegen. Als Grund nannte das IW den Abschluss des Teilabkommens im Handelsstreit zwischen Washington und Peking, wonach China sich verpflichtet, deutlich mehr Kohle, Gas und Öl aus den USA abzunehmen.

Quelle: ntv.de, lwe/DJ