Wirtschaft

Im Februar und März EZB plant Zinserhöhungen um jeweils 0,5 Punkte

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Auch im März werde man mit den Zinserhöhungen noch nicht durch sein, so EZB-Ratsmitglied Knot.

(Foto: picture alliance / ANP)

Seit Juli 2022 erhöht die Europäische Zentralbank mehrmals die Zinsen, um der Inflation entgegenzuwirken. Schon im Februar und März sollen diese erneut jeweils um 0,5 Prozentpunkte angehoben werden, wie EZB-Ratsmitglied Knot sagt. Und dabei soll es nicht bleiben.

Die Europäische Zentralbank wird nach Darstellung des niederländischen EZB-Ratsmitglieds Klaas Knot sowohl im Februar als auch im März die Zinsen um jeweils 0,5 Prozentpunkte anheben. Auch in den Monaten danach werde die EZB mit weiteren Zinserhöhungen nachlegen, sagte Knot in einem Interview des Senders WNL. Man werde im März noch nicht durch sein. Weitere Schritte im Mai und Juni würden folgen. Die nächste Zinssitzung der EZB ist am 2. Februar.

Auch Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann hatte sich bereits für mehrere Zinserhöhungen um einen halben Prozentpunkt ausgesprochen. "Meine Vorstellung dabei ist, dass es diesen Schritt nun mehrmals gibt, zumindest im ersten Halbjahr dieses Jahres", so Holzmann. "Wir sind zwar bereits fast im sogenannten neutralen Bereich." So nennen die Notenbanken ein Zinsniveau, das die Wirtschaft weder bremst noch anschiebt. "Aber wenn die Kerninflation nicht eindeutig hinuntergeht, sind wir gezwungen, auch in den restriktiven Bereich hineinzugehen", ergänzte er. Volkswirte verstehen darunter einen Zinssatz, mit dem eine Volkswirtschaft gebremst wird.

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Die Kerninflation, in der die schwankungsreichen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak herausgerechnet sind, war im Dezember sogar auf 5,2 Prozent gestiegen von 5,0 Prozent im November. Die Gesamtinflation war dagegen auf 9,2 Prozent von 10,1 Prozent im November gesunken.

Mit der Serie von Zinserhöhungen will die Euro-Notenbank die extrem hohe Inflation wieder in Richtung des EZB-Ziels von zwei Prozent bringen. Nach Jahren der ultralockeren Geldpolitik steigen die Zinsen seit Juli 2022. Zuletzt wurden sie im Dezember um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Einlagensatz, der an den Finanzmärkten aktuell als der maßgebliche Satz gilt und den Banken für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, liegt mittlerweile bei 2,0 Prozent. Noch im Juni 2022 hatte er bei minus 0,5 Prozent gelegen, was Strafzinsen für die Geldhäuser bedeutete.

Quelle: ntv.de, mbu/rts

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