Wirtschaft

Folge der Corona-Krise Easyjet streicht fast jeden dritten Job

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Billigflieger Easyjet wollte eigentlich wachsen - nun muss die Airline schrumpfen.

(Foto: REUTERS)

Die Coronavirus-Pandemie reißt den Billigflieger Easyjet aus allen Investitionsträumen - nicht nur die Flotte muss verkleinert werden, auch tausende Jobs will die Airline nun streichen. Mit einer Erholung der Wirtschaftslage rechnet das Management frühestens im Jahr 2023.

Der britische Billigflieger Easyjet will wegen der Corona-Krise bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen - das sind bis zu 4500 Stellen. Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen statt zu wachsen, wie das Unternehmen in Luton bei London mitteilte. Das Management begründete die Kürzungen mit dem Einbruch des Flugverkehrs infolge der Coronavirus-Pandemie und der Erwartung, dass die Nachfrage nach Flugtickets nicht vor dem Jahr 2023 wieder auf das Niveau von 2019 klettert.

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In den kommenden Tagen sollten die Gespräche mit den Beschäftigten aufgenommen werden. Eine Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September traut sich Easyjet-Chef Johan Lundgren weiterhin nicht zu. Im vierten Geschäftsquartal, das die für Fluggesellschaften wichtigen Sommermonate umfasst, werde das Flugangebot voraussichtlich 70 Prozent geringer ausfallen als ein Jahr zuvor.

Easyjets Flugzeugflotte soll bis Ende des Geschäftsjahres 2021 auf 302 Maschinen schrumpfen. Zuletzt verfügte die Airline im März nach eigenen Angaben über 337 Flugzeuge und wollte ihre Flotte eigentlich weiter ausbauen. Easyjet hat sich mit dem Flugzeugbauer Airbus geeinigt, weitere bestellte Maschinen erst später abzunehmen als geplant.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/rts