Wirtschaft

Heizöl verteuert sich massiv Energiekosten lassen Inflation steigen

imago62144697h.jpg

Die Preise für Strom stiegen um fast drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

(Foto: imago/blickwinkel)

Der Preisanstieg nimmt im Februar weiter zu - allerdings weniger deutlich als erwartet. Vor allem Energie wird teurer. Das treibt die Verbraucherpreise nach oben. Während die Preise für Strom und Heizöl deutlich anziehen, bilden Kraftstoffe für Autos eine Ausnahme.

Die Verbraucherpreise in Deutschland legen im Februar zu - allerdings weniger deutlich als zunächst angenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das Preisniveau um 1,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. In einer ersten Schätzung vor zwei Wochen war die Wiesbadener Behörde von einer Inflationsrate von 1,6 Prozent ausgegangen.

Im Januar hatte die jährliche Teuerungsrate noch bei 1,4 Prozent gelegen. Von Januar auf Februar 2019 stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent - auch hier wurde die Erstschätzung von 0,5 Prozent leicht nach unten korrigiert.

Energie verteuerte sich nach den jüngsten Daten im Februar binnen Jahresfrist überdurchschnittlich stark um 2,9 Prozent und trieb damit die gesamte Inflation etwas nach oben. Mehr zahlen als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher vor allem für Heizöl, dessen Preise im Schnitt um 14,2 Prozent zulegen. Strom verteuerte sich um 2,8 Prozent.

Die Preise für Kraftstoffe blieben mit einem Plus von 0,1 Prozent in Summe fast unverändert, wobei Superbenzin günstiger und Dieselkraftstoff teurer wurde. Bei Nahrungsmitteln verstärkte sich der Preisauftrieb. Insgesamt waren sie im Februar 1,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Im Januar hatte die Teuerung bei Nahrungsmitteln noch 0,8 Prozent betragen.

Kartoffeln verteuern sich um fast ein Drittel

Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher vor allem für Gemüse - die Kartoffelpreise zum Beispiel lagen um 32,4 Prozent über Vorjahresniveau - und Speisefette wie Butter (plus 11,1 Prozent).

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den Euroraum mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft. Der für europäische Vergleichszwecke berechnete Preisindex HVPI für Deutschland, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, legte im Februar im Jahresvergleich um 1,7 Prozent zu.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

Mehr zum Thema