Wirtschaft

Erste Ärmelkanal-Überquerung Fähranbieter P&O nimmt Betrieb auf

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Der Fähranbieter P&O nimmt langsam den Betrieb wieder auf.

(Foto: picture alliance / empics)

Der britische Fähranbieter P&O zückt den Rotstift und entlässt kurzerhand alle Besatzungen. Die Stellen werden anschließend mit niedrigeren Löhnen neu vergeben. In dieser Zeit ruht der Betrieb. Die Politik ist entsetzt. Nun sticht das erste Schiff wieder in See.

Sechs Wochen nach der Massenentlassung der gesamten Schiffsbesatzungen hat der Fähranbieter P&O Ferries erstmals wieder die wichtige Strecke zwischen Dover und Calais bedient. Die "Spirit of Britain" durchquerte in der Nacht den Ärmelkanal, wie unter anderem die BBC berichtete. Die Fähre hatte demnach allerdings nur Fracht an Bord. Passagiere würden erst Anfang kommender Woche wieder befördert.

Das britische Unternehmen hatte am 17. März überraschend alle knapp 800 Crewmitglieder entlassen und dafür günstigere Arbeitskräfte eingestellt. Die Regierung in London und Gewerkschaften kritisierten den Schritt scharf. Bis die neuen Besatzungen geschult waren, stellte P&O alle Verbindungen auf den insgesamt vier Strecken ein. Auch Sicherheitschecks der Behörden verzögerten die Wiederaufnahme.

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Verkehrsminister Grant Shapps sagte im Parlament, es sei "völlig unhaltbar", dass P&O-Chef Peter Hebblethwaite weiterhin im Amt sei. "Er muss gehen", verlangte Shapps. Zudem forderte er P&O auf, 11 Millionen Pfund (13 Millionen Euro) Kurzarbeitergeld zurückzuzahlen, die das Unternehmen während der Pandemie vom Staat erhalten hatte.

Am Dienstag war die P&O-Fähre "European Causeway", die 410 Passagiere befördern kann, auf dem Weg vom schottischen Cairnryan ins nordirische Larne kurzzeitig in Schwierigkeiten geraten, als sie in der Irischen See vorübergehend die Stromversorgung verlor. Das Schiff konnte schließlich aus eigener Kraft den Hafen erreichen. Das Unternehmen kündigte eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls an.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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