Wirtschaft
Eine Produktionshalle von Ford in Köln.
Eine Produktionshalle von Ford in Köln.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 08. Februar 2018

Folge des Brexits: Ford will Bank in Köln eröffnen

Eine Bank in Köln hat der Autokonzern Ford schon länger. Doch nach dem Brexit, wird die EU die britische "Ford Credit Europe" wohl nicht mehr dulden. Das Unternehmen trifft bereits jetzt Vorkehrungen an seinem deutschen Stammsitz.

Der amerikanische Automobilkonzern Ford wird an seinem deutschen Stammsitz in Köln die Bankgeschäfte erweitern und hat dafür nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erstmals eine Banklizenz beantragt. Ein Ford-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Bisher ist Fords Autoabsatzfinanzierer namens "Ford Credit Europe" im britischen Warley (Essex) für Leasing- und Kredit-Angebote sowie Versicherungen für Ford-Auto-Käufer sowie für die Einkaufs- und Zwischenfinanzierung der Ford-Händler in ganz Europa verantwortlich. Ein von einem Mitgliedsland genehmigter „EU-Bankenpass“ reicht dafür als Erlaubnis.

In Köln gibt es daher bislang lediglich eine Niederlassung der britischen Bank "Ford Credit Europe", die allerdings nach außen schon den Namen „Ford Bank“ trägt. Falls Großbritannien wie vorgesehen im März 2019 nicht mehr der EU angehören sollte, würde die Europäische Bankenaufsicht dieses aus Großbritannien gesteuerte Autofinanzierungsgeschäft auf dem Kontinent wohl nicht mehr erlauben.

Deshalb hat Ford nach Informationen des Blatts im Sommer 2017 eine Banklizenz bei der deutschen Finanzaufsicht Bafin beantragt. Im Umfeld von Ford werde damit gerechnet, dass die Ford Bank im Sommer 2018 die Lizenz erhält. Rund ein Dutzend Mitarbeiter sollen zusätzlich eingestellt werden.

Quelle: n-tv.de