Wirtschaft
Immer noch unterrepräsentiert: Frauen in der Chefetage
Immer noch unterrepräsentiert: Frauen in der Chefetage(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)
Donnerstag, 05. Juli 2018

Frauen in Führungspositionen: Frauen erobern langsam die Chefetagen

Die Zahl der Frauen in den Top-Etagen börsennotierter deutscher Unternehmen steigt. Eine neue Studie verbreitet leichten Optimismus. Die Entwicklung schreitet allerdings nur langsam voran. Grundsätzlich bleibt der Weg für Frauen "mühsam und steinig".

Laut einer neuen Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY ist der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in 160 börsennotierten leicht gestiegen. zur Jahresmitte waren 7,8 Prozent aller Posten in der Chefetage mit Frauen besetzt. Anfang des Jahres lag der Anteil noch bei 7,2 Prozent. Vor einem Jahr waren nur 6,9 Prozent der Posten mit weiblichen Führungskräften besetzt.

Dennoch bleibt die Führungsebene der meisten Unternehmen eine Männerdomäne. Den Angaben zufolge sind hier noch immer 71 Prozent der Vorstandsgremien ausschließlich männlich besetzt. "Nach wie vor ist der Weg von Frauen in die Führungsspitzen der Unternehmen mühsam und steinig", erklärte EY-Partnerin Ija Ramirez. Daran habe sich trotz freiwilliger Quoten und öffentlicher Debatten wenig geändert. Den mit Abstand höchsten Frauenanteil in der Chefetage haben weiterhin Deutschlands Börsenschwergewichte mit 13 Prozent.

Inzwischen haben 21 der 30 Dax-Unternehmen mindestens ein weibliches Vorstandsmitglied. Gegenüber dem Jahresbeginn stagnierte die Zahl der Top-Managerinnen allerdings bei 25. Deutlich gestiegen ist der Frauenanteil in den MDax-Vorständen von 5,0 auf 6,9 Prozent, die Zahl der Top-Managerinnen kletterte dort von 10 auf 14. Im SDax wurden wie zum Jahresbeginn neun weibliche Vorstandsmitglieder gezählt. Im TecDAX stieg die Zahl der Frauen im obersten Führungsgremium von fünf auf sechs.

Quelle: n-tv.de