Wirtschaft

Neuer Ausblick aus Detroit GM verteuert Autos und verdient prächtig

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Sechs Prozent mehr Umsatz im dritten Quartal: GM hebt den Ausblick an.

(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

Die Modellstrategie zahlt sich aus: Im SUV- und Pickup-Segment verzeichnet General Motors eine anhaltend starke Nachfrage. Gestützt auf die Zahlen aus dem dritten Quartal hebt der Detroiter Autogigant die Prognose fürs Gesamtjahr an.

Der US-Autobauer General Motors (GM) hat im dritten Quartal einmal mehr von der starken Nachfrage nach teuren SUVs und Trucks im Heimatmarkt profitiert. Zudem hat GM nicht die Probleme in China, die den Rivalen Ford und Fiat Chrysler zu schaffen machen. Das operative Ergebnis des Konzerns legte kräftig zu und übertraf die Erwartungen deutlich. Beim Ausblick für das Gesamtjahr wird General Motors unterdessen wieder etwas zuversichtlicher.

General Motors (GM)
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So rechnet der Konzern für 2018 nun damit, beim bereinigten operativen Gewinn je Aktie das obere Ende der Spanne von 5,80 bis 6,20 US-Dollar zu erreichen. Der Konsens der Analysten lag zuletzt bei 5,86 Dollar. Vor drei Monaten hatte GM seine vorherige Prognose wegen zum Teil unerwartet hoher Rohstoffkosten nach der Einführung von US-Zöllen auf Stahl und Aluminium gesenkt.

Zwischen Juli und Ende September kletterte das bereinigte operative Ergebnis um ein Viertel auf 3,2 Milliarden Dollar. Je Aktie ergab sich damit ein Ergebnis von 1,87 Dollar. Analysten hatten 1,25 Dollar prognostiziert. Im vergangenen Quartal habe GM höhere Preise durchsetzen können, die dem Unternehmen zufolge allein schon rund eine Milliarde Dollar Gewinn einbrachten, sagte Finanzchefin Dhivya Suryadevara. Dabei nahm der Autobauer in Kauf, dass sein Marktanteil wegen der verringerten Rabatte schrumpfte. Die Preispolitik sei gut durchzuhalten. "Umsatz rauf, Gewinn rauf, Rendite rauf", ergänzte sie.

Milliardenüberschuss und höhere Einnahmen

Der Umsatz stieg von Juli bis September bei 1,98 Millionen verkauften Fahrzeugen um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 35,8 Milliarden Dollar - auch hier hatte der Markt etwas weniger erwartet. Unter dem Strich steht wieder ein Milliardengewinn. Der den Aktionären zurechenbare Überschuss lag bei 2,5 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte der Konzern aufgrund eines Steuereffekts im Zusammenhang mit dem Verkauf von Opel einen Verlust von rund 3 Milliarden Dollar verbucht. Denn Zahlungen für Pensionsverpflichtungen an den Käufer PSA und der Wegfall von Steuervorteilen überstiegen den Kaufpreis bei weitem.

Beim zweitgrößten US-Autokonzern Ford war der Nettogewinn um gut ein Drittel auf knapp eine Milliarde Dollar eingebrochen. Den Rückgang begründete Ford vor allem mit den hohen Rohstoff-Kosten, die durch die US-Zölle auf Stahl und Aluminium steigen. Auch ein schwacher China-Absatz mit der veralteten Produktpalette belastete das Ergebnis. Fiat Chrysler steigerte das operativen Quartalsergebnis um 13 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro und profitierte vom hohen SUV-Absatz in den USA.

Quelle: n-tv.de, mmo/jwu/DJ/rts

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