Wirtschaft

"Markt Weihnachten leergefegt" Gänsebraten dürfte deutlich teurer werden

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Im November beginnt die Gans-Saison: Ihr erster Höhepunkt ist St. Martin und auf die Martins- folgt die Weihnachtsgans.

(Foto: imago stock&people)

Weil Gänse knapp sind, werden Verbraucher dieses Jahr für ihren Weihnachtschmaus deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Geflügel aus Deutschland dürfte laut Experten mindestens 20 Prozent teurer sein. Für importiertes Gänsefleisch könnte noch deutlich mehr fällig werden.

Marktexperten in Deutschland warnen davor, dass der Gänsebraten in der Weihnachtszeit zur Mangelware werden könnte. Schon jetzt falle es Zuchtbetrieben und Supermärkten schwer, die Nachfrage zu bedienen. "Der Markt für Wassergeflügel ist zu Weihnachten wohl leergefegt", sagte Marluis Gentgen von der Marktbeobachtungsfirma MEG der "Welt am Sonntag".

"Jetzt balgen sich die Restaurants um die wenigen Gänse", sagte die Kölner Gastromanagerin Laura Bechtold dem Blatt. Ein nicht namentlich genannter Einkäufer einer großen Supermarktkette warnte, dass vor allem frische Gänse knapp seien. Als etwas besser bezeichnete er die Lage bei Tiefkühlware.

In jedem Fall müssen sich die Kunden nach Einschätzung von Experten auf deutlich höhere Preise einstellen: Für Gänse aus Deutschland müssten mindestens 20 Prozent mehr gezahlt werden, sagte Mechthild Cloppenburg von der Bonner Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI). Importiertes Gänsefleisch kostet demnach teilweise sogar 40 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Als Gründe für den Preisschub werden die verheerende Geflügelpest und Corona genannt. Davon seien die Züchter in Deutschland genauso betroffen wie die Konkurrenten aus den wichtigsten Lieferländern Polen und Ungarn.

Quelle: ntv.de, ddi/AFP

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