Wirtschaft

Daimler schweigt zu Berichten Geely übernimmt die Hälfte von Smart

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Er fällt sofort auf, doch der Smart dürfte kaum ein Gewinnbringer für Daimler sein.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Die Daimler-Marke Smart soll in den vergangenen 20 Jahren nur rote Zahlen geschrieben haben. Jetzt verkauft der Konzern laut Medienberichten die Hälfte der Tochter an den eigenen Großaktionär aus China.

Daimler steht laut einem Zeitungsbericht kurz vor dem Verkauf der Hälfte der Minicar-Marke Smart an den chinesischen Autokonzern Geely. Der Verkauf der Beteiligung werde vor der Automesse in Schanghai bestätigt, sagte eine informierte Person der "Financial Times" (FT). Über die Gespräche zwischen den Konzernen berichteten mehrere Informanten. Ein Daimler-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der Geely-Konzern, der im vergangenen Jahr größter Aktionär bei Daimler geworden ist, würde dem Stuttgarter Autobauer damit helfen, denn Smart schreibt rote Zahlen und steuert mit gerade mal 130.000 verkauften Fahrzeugen nur einen Bruchteil zum Absatz von Mercedes Benz Cars in Höhe von rund 2,3 Millionen Pkw bei. Zwar weist Daimler für Smart keine separaten Zahlen aus, doch Analysten schätzen laut FT, dass die Marke seit ihrer Gründung vor 21 Jahren keine Gewinne erzielt hat.

Bessere Chancen habe die Marke, die bis 2020 rein elektrisch betrieben werden soll, in China, dem Weltmarktführer bei E-Autos. Ein Verkauf an Geely könne jedoch auf Bedenken der Politik stoßen, schreibt die Zeitung.

Über einen möglichen Smart-Verkauf wird bereits seit Längerem spekuliert. In einer aktuellen Studie begrüßt Evercore einen solchen Schritt. Die Analysten sehen keine Möglichkeit, wie Smart jemals einen Gewinn ausweisen könne angesichts der hohen Kosten. Evercore schätzt, dass Daimler jährlich 500 bis 700 Millionen Euro mit Smart verliert.

Quelle: n-tv.de, vpe/DJ

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