Wirtschaft

Reiche Facebook-Mitarbeiter Geheime Gespräche über Jachten und Inseln

lrssen_ solandge.jpg

Über Boote, Flugzeuge und tropische Inseln sollen die reichen Facebook-Mitarbeiter lieber hinter verschlossenen Türen reden wollen.

(Foto: Monaco Yacht Show)

Nach dem Börsengang wurden sie reich - doch das behalten sie lieber für sich, die Mitarbeiter von Facebook. Laut einem Medienbericht gründen sie eine geheime Gruppe, in der über den Kauf von Jachten und tropischen Inseln debattiert wird.

Unter den Millionären des Silicon Valley, dem Schmelztiegel der IT- und Hightech-Industrie im US-Staat Kalifornien, ist es verpönt, seinen  Reichtum offen zu zeigen. Sogar bei Facebook, einem Hort für Tech-Neureiche, nötigt der Gruppenzwang dazu, seine materiellen Errungenschaften für sich zu behalten, wie die "New York Times" berichtete. Sie zitierte einen leitenden Facebook-Angestellten mit den Worten: "Wenn sich bei uns jemand ein teures Auto zulegt und ein Foto davon postet, wird er verspottet und abgekanzelt."

Facebook
Facebook 240,28

Da mag es vielleicht nicht verwundern, dass sich die ersten 250 Mitarbeiter zu einer geheimen Gruppe formiert haben, in der derart "heikle" Themen besprochen werden, wie Nick Bilton für die Vanity Fair schreibt. In dieser Gruppe, genannt TNR 250 (was für "The Nouveau Riche 250" steht, also etwa "Die 250 Neureichen"), sollen laut dem Bericht Themen besprochen worden sein, wie die Anschaffung von Booten, Flugzeugen, tropischen Inseln und Bildern des Streetart-Künstlers Banksy. Aber auch Ausgaben zu wohltätigen Zwecken seien diskutiert worden.

Erfahren haben will Bilton von dieser Gruppe kurz nach dem Börsengang von Facebook im Jahr 2012. Nach diesem sind Schätzungen zufolge bis zu 1000 Mitarbeiter des von Mark Zuckerberg gegründeten Konzerns mit einem Schlag zu Millionären geworden. Der Konzern hatte damals mit einem Ausgabepreis der Aktie von 38 Dollar rund 16 Milliarden Dollar an der Börse eingesammelt - damals der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens. Nach dem kurz darauf folgenden deutlichen Verlust um fast ein Drittel wurde der Börsengang von Marktbeobachtern zwischenzeitlich schon als Fehlschlag bezeichnet. Mittlerweile ist die Facebook-Aktie mit rund 78 Dollar aber mehr als doppelt so viel wert wie zu ihrem Debüt.

Quelle: ntv.de, kst