Wirtschaft

Zu viele Störfaktoren Geldgeber zeigen Russland kalte Schulter

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Der Rubel hat deutlich an Wert gegenüber dem US-Dollar und dem Euro verloren. Das verstärkt die bereits andauernde Krise, die mit den weitreichenden Sanktionen der EU und der USA im Zuge des Ukraine-Konflikts zusammenhängt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche Unternehmen halten sich mit Investitionen in die russische Wirtschaft zunehmend zurück. Im vergangenen Jahr fällt die Geldspritze um mehr als ein Drittel kleiner aus. Das Coronavirus und der Ölpreis-Crash verstärken diesen Trend. Der Rubel büßt inzwischen deutlich an Wert ein.

Nach Jahren des Aufschwungs haben deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr deutlich weniger in die russische Wirtschaft investiert. Das teilte die Deutsch-Russische Außenhandelskammer (AHK) in Moskau mit.

Nach Zahlen der Bundesbank sind demnach die Netto-Direktinvestitionen 2019 in Russland auf rund 2,13 Milliarden Euro eingebrochen. Das waren 36 Prozent weniger als 2018 (3,26 Mrd. Euro). Grund für den Rückgang seien unter anderem starke Bürokratie, die Sanktionen der EU und der USA sowie Protektionismus, also Handelshemmnisse, die russische Branchen vor ausländischer Konkurrenz schützen sollen.

Rubel / US-Dollar
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2014 hatten die EU, die USA und andere Staaten im Zuge der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland verhängt. Neben diesen Strafmaßnahmen bremsen aus Sicht von Unternehmen fehlende Reformen und die große Abhängigkeit von Energieexporten die russische Wirtschaft. Das drückte auch den Rubelkurs. 

Aktuell verschärfte sich die Lage in Russland noch einmal - nicht nur wegen der Krise durch das Coronavirus, sondern auch durch den Crash der Ölpreise. Dadurch verlor der Rubel gegenüber dem Euro und dem US-Dollar seit Wochenbeginn massiv an Wert. 

Insgesamt haben deutsche Unternehmen laut AHK-Angaben seit 1991 nach dem Zerfall der Sowjetunion 28 Milliarden Euro in die russische Wirtschaft investiert. "Aus keinem anderen Land haben Firmen so viel in Fabriken in Russland investiert wie aus Deutschland", sagte AHK-Chef Matthias Schepp. Die Mehrheit der deutschen Firmen sei trotz Investitionshemmnissen nach wie vor positiv eingestellt.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa

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