Wirtschaft

Marissa Mayer kündigt Rücktritt an Glücklose Yahoo-Chefin geht

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Marissa Mayer: 2012 kam sie von Google zu Yahoo.

(Foto: REUTERS)

Die Geschichte von Marissa Mayer bei Yahoo ist wahrlich keine Erfolgsgeschichte: Von Quartal zu Quartal macht der Konzern immer mehr Minus. Nun terminiert die ehemalige Hoffnungsträgerin ihren Abgang.

Sie ist grandios gescheitert, und nun geht sie – "endlich!" werden viele Aktionäre rufen. Wenn der Internet-Pionier Yahoo sein Kerngeschäft (das mit Werbung) an den US-Giganten Verizon verkauft, wird der Firmenrest in Altaba umbenannt und Yahoo-Chefin Marissa Mayer scheidet aus dem mächtigen Verwaltungsrat aus. Altaba soll laut Yahoo dann noch von der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan gestützt werden.

Im Juni 2012 wechselte Mayer von Google auf den Chefposten bei Yahoo – mit großer Hoffnung, denn sie sollte den wankenden Pionier gegen Facebook und Co. neu ausrichten. Doch statt in glanzvolle Zeiten führte sie Yahoo von Quartalsminus zu Quartalsminus. Experten bemängelten immer wieder ihre Strategie, zu viele neue Produkte zu entwickeln und stattdessen nicht das Kerngeschäft zu sanieren.

Indes zittert Yahoo allerdings, ob der Verizon-Deal wirklich wie geplant stattfindet. Das Risiko, dass Verizon den Kauf wegen des massiven Daten-Diebstahl bei Yahoo cancelt, schätzen Experten zwar als gering ein. Doch es wird erwartet, dass Verizon nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will. Im Juli hatte die kriselnde Internetfirma mit Verizon die Übernahme ihres Kerngeschäfts für 4,8 Milliarden Dollar vereinbart.

Falls Mayer nicht nur das Kontrollgremium, sondern das komplette Unternehmen verlässt, steht sie nicht mit leeren Händen da. Ihren Abgang hat sie sich schon vor einiger Zeit finanziell abgesichert. Denn falls sie der Käufer nicht mehr an Bord haben will, bekommt sie 55 Millionen Dollar Ablöse.

Quelle: n-tv.de, cas

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