Wirtschaft

Mehr Ökostrom und Rechenzentren Google investiert eine Milliarde in Deutschland

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Google-Büro in Berlin. "Grüne Energie ist längst ein zentraler Faktor für die Standortwahl", sagt Wirtschaftsminister Altmaier.  

(Foto: REUTERS)

Der US-Konzern Google steckt in den kommenden Jahren viel Geld in seine Infrastruktur. Damit will er nicht nur die Kapazität seiner Rechenzentren ausbauen, sondern mittelfristig auch seinen gesamten Energiebedarf mit Wind- und Sonnenenergie decken.

Der Internetgigant Google will bis 2030 insgesamt eine Milliarde Euro in Deutschland in die digitale Infrastruktur und in erneuerbare Energien investieren. Der US-Konzern kündigte an, den eigenen Strombedarf durch CO2-freie Energie decken zu wollen. Investiert werden soll unter anderem in Rechenzentren für Cloud-Computing-Dienste in Hanau als Teil der Frankfurter Cloud-Region, und in Berlin-Brandenburg, um die wachsende Nachfrage nach Cloud-Diensten in Deutschland zu befriedigen.

Das Rechenzentrum in Hanau, 20 Kilometer vom DE-CIX Internet-Knotenpunkt entfernt, soll in einem 10.000 Quadratmeter großen Gebäude 2022 voll betriebsbereit sein, teilten zuständigen Google-Manager Philipp Justus und Daniel Holz in einem Blogeintrag mit. Der Deutsche Commercial Internet Exchange ist ein Internet-Knoten in Frankfurt und gemessen am Datendurchsatz einer der größten der Welt.

Die Cloud-Region Berlin-Brandenburg wurde speziell für die Bereitstellung von Unternehmensdiensten und -produkten für Google-Cloud-Kunden aller Größen und Branchen in Deutschland konzipiert. Sie soll in das vorhandene Hochleistungsnetzwerk digitaler Knotenpunkte integriert werden, das mittlerweile aus 27 Google-Cloud-Regionen weltweit besteht.

Altmaier sieht "starkes Signal"

Laut Mitteilung gleicht Google seit 2017 den gesamten weltweiten, jährlichen Stromverbrauchs durch den Einkauf von erneuerbarer Energien aus. In den kommenden Jahren soll nun Googles lokaler Energiepartner Engie Deutschland mehr als 140 Megawatt (MW) an Solar- und Windenergie in das deutsche Netz einspeisen. Dazu gehören eine neue 39-MW-Photovoltaikanlage und die Erhaltung von 22 Windparks in fünf Bundesländern. Das von Engie bereitgestellte Portfolio soll sicherstellen, das ab 2022 zu jeder Stunde rund 80 Prozent der an die Google-Infrastruktur gelieferten Energie aus CO2-freien Quellen stammt.

Darüber hinaus arbeite der Konzern mit Engie und anderen Partnern daran, diesen Anteil weiter zu erhöhen, bis eine vollständige Dekarbonisierung bis 2030 erreicht sei. Die Partnerschaft mit Engie sei die erste solche Energiepartnerschaft in Europa.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßte Googles Investitionsentscheidung. "Ich freue mich sehr, dass Google auf den Standort Deutschland setzt. Eine Milliarde Euro bis 2030 sind ein starkes Signal. Es geht um grüne Energie und digitale Infrastruktur", sagte Altmaier. "Das zeigt: Grüne Energie ist längst ein zentraler Faktor für die Standortwahl."

Quelle: ntv.de, mbo/DJ

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