Wirtschaft

Gewerkschaft: Dramatische LageGriechische Krankenhäuser werden bestreikt

20.05.2015, 10:32 Uhr

Einen medizinischen Notfall sollten die Griechen derzeit besser vermeiden. Das Krankenhauspersonal hat die Arbeit niedergelegt. Ärzte, Pfleger und Mitarbeiter protestieren gegen die "Auflösung des Gesundheitssystems".

Ärzte, Pflege- und Verwaltungspersonal griechischer Krankenhäuser sind in einen 24-stündigen Streik getreten. Nach Gewerkschaftsaussagen protestieren sie gegen die stufenweise "Auflösung des Gesundheitssystems". Die Lage sei dramatisch.

Allein das größte Krankenhaus von Athen "Evangelismos" benötige fünf Millionen Euro, um weiter einigermaßen funktionieren zu können, sagte der Vertreter der Gewerkschaft der Krankenhausärzte, Ilias Sioras, im griechischen Fernsehen. Landesweit seien 4500 Planstellen nicht besetzt.

Wie die Pflegepersonal-Gewerkschaft mitteilte, gibt es in einigen Krankenhäusern wegen des Geldmangels sogar keine Watte oder Handschuhe mehr. Diese müssten Verwandte der Patienten in umliegenden Apotheken besorgen. Die griechische Ärzteschaft erklärte, dass trotz des Streiks die Behandlung dringender Fälle sichergestellt sei.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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