Wirtschaft

Hohe Kosten für KerosinUnited Airlines streicht fünf Prozent ihrer Flüge

21.03.2026, 16:04 Uhr
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Einige United-Flugzeuge bleiben vorerst öfter am Boden. (Foto: Aaron M. Sprecher via AP)

Der Krieg in Nahost lässt die Ölpreise kräftig steigen. Ein Ende der Krise ist erst mal nicht in Sicht. United Airlines rechnet in den nächsten Monaten sogar mit noch höheren Preisen für Kerosin und reduziert das Flugangebot über den Sommer.

Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch den Iran-Krieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt, kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (umgerechnet etwa 151 Euro) pro Barrel steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (entspricht rund 86 Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht so schlimm kommen werde, schränkte Kirby ein.

Der Kerosin-Preis habe sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt, gab der United-Chef zu bedenken. Auf dem aktuellen Niveau würde das für die Fluggesellschaft zusätzliche Spritkosten von elf Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Dies sei mehr als doppelt so viel wie der Gewinn im bisher besten Jahr der Fluggesellschaft. Zugleich versicherte Kirby den Mitarbeitern, dass die Airline ein solides Finanzpolster habe und nicht an Investitionen in die Zukunft sparen wolle.

Zwar verzeichne United derzeit eine ungewöhnlich hohe Nachfrage, die es erlaube, die Ticketpreise anzuheben. Es sei jedoch sinnlos, auf unrentablen Strecken Geld zu verbrennen, erklärte Kirby.

Rund ein Prozent der Kapazitäten falle bereits durch die aktuell ausgesetzten Flugverbindungen nach Tel Aviv und Dubai weg, hieß es. Zudem sollen in den nächsten zwei Quartalen derzeit unrentable Strecken nicht bedient werden, die etwa drei Prozent der Kapazität ausmachen. Dabei gehe es etwa um Nachtflüge oder Verbindungen an Dienstagen, Mittwochen oder Samstagen. Zusätzlich werde ein Prozent am United-Drehkreuz Chicago eingespart.

Die Ölpreise steigen aktuell, weil aus Angst vor iranischen Angriffen so gut wie keine Tanker die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine wichtige Route für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa/rts

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