Wirtschaft

Rekord seit Wiedervereinigung Immer mehr Menschen haben einen Job

99664443.jpg

Auch die Industrie und das Baugewerbe profitierten im Vergleich zu 2018.

(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Im vergangenen Jahr gehen 45,3 Millionen Personen in Deutschland einer Arbeit nach. Seit der Wiedervereinigung erreicht die Erwerbstätigenquote ihren höchsten Stand. Dagegen entscheiden sich immer weniger Menschen dafür, in die Selbstständigkeit zu gehen.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr so viele Menschen einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 45,3 Millionen Menschen waren entweder selbstständig oder gingen einem Job nach, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Mit 402.000 mehr Erwerbstätigen als 2018 habe sich der seit 14 Jahren anhaltende Anstieg fortgesetzt.

Mit 0,9 Prozent fiel das Wachstum in Vergleich zum Vorjahr aber geringer aus als 2018, als die Rate noch 1,4 Prozent zugelegt hatte. Der Anstieg der Beschäftigung hält bereits 14 Jahre an, wobei Zuwanderung und eine stärkere Erwerbsbeteiligung der Inländer die demografischen Effekte einer alternden Gesellschaft mehr als ausgeglichen haben.

Während die Zahl der in Deutschland tätigen Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2019 um 475.000 auf 41,1 Millionen wuchs, ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen weiter zurück - um 1,7 Prozent auf 4,15 Millionen. Weniger Selbstständige hatte es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, wie das Bundesamt mitteilte.

Zahl der Arbeitslosen sinkt

Die Zahl der Arbeitslosen nach international vergleichbarer Definition sank dagegen vorläufigen Schätzungen zufolge um 96.000 oder 6,5 Prozent auf 1,37 Millionen im Jahresdurchschnitt. Die Erwerbslosenquote sank damit von 3,2 Prozent auf drei Prozent.

Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden im vergangenen Jahr laut Statistik in den Dienstleistungsbereichen wie Erziehung und Gesundheit. Darauf folgten Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation.

Quelle: ntv.de, can/dpa/AFP