Wirtschaft

Mandeln und Äpfel Indien plant Zölle auf US-Agrarprodukte

Kaum ein Land kauft mehr Mandeln und Äpfel aus den USA als Indien. Und nachdem US-Präsident Trump dem Land Vergünstigungen gestrichen hat, revanchiert sich der Subkontinent nun.

Indien trifft Insidern zufolge Vorbereitungen für höhere Zölle auf US-Produkte wie Mandeln, Walnüsse und Äpfel. Insgesamt sollen mehr als 20 Produkte betroffen sein, sagte mehrere mit den Planungen der Regierung vertraute Personen. "Was Indien tut, ist legal", sagte eine Person. "Die Zölle auf US-Waren werden nur einen Einfluss von etwa 220 Millionen Dollar haben." Das Ministerium für Handel und Industrie reagierte nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.

Seit 5. Juni sind Indien die bislang geltenden Sondervergünstigungen im Handel mit den USA durch Präsident Donald Trump gestrichen worden. Dem Land gehen damit Vergünstigungen für einen zollfreien Export von Produkten im Wert von 5,6 Milliarden Dollar in die Vereinigten Staaten verloren. Trump hatte Indien angesichts eines Handelsdefizits wiederholt wegen hoher Importzölle kritisiert. Außenminister Mike Pompeo, der in diesem Monat in Indien erwartet wird, zeigte sich offen für einen Dialog zur Beilegung des Handelskonfliktes.

Das asiatische Land ist der größte ausländische Käufer von amerikanischen Mandeln. 2018 überwies es für die Importe der begehrten Nuss rund 543 Millionen Dollar in die USA, wie aus Daten des Handelsministeriums in Washington hervorgeht. Das entspricht mehr als der Hälfte der US-Mandelexporte. Indien ist zugleich der zweitgrößte Importeur von Äpfeln aus den Vereinigten Staaten. Die Einfuhren summierten sich im vergangenen Jahr auf einen Wert von gut 142 Millionen Dollar.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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