Wirtschaft

USA und China weiter im Konflikt Insider erwarten erst 2020 Handelsabkommen

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Beim G20-Gipfel in Osaka trafen Trump und Xi aufeinander.

(Foto: picture alliance/dpa)

Immer weitere Forderungen belasten die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Eine mögliche Einigung verzögert sich, denn auch die jüngste Stellungnahme des US-Senats zur Protestbewegung in Hongkong wirkt sich auf die Verhandlungen aus. Ein Abkommen kommt wohl erst im kommenden Jahr.

Der erste Teil eines lang erwarteten Handelsabkommens zwischen den USA und China wird Insidern und Handelsexperten zufolge möglicherweise erst im kommenden Jahr abgeschlossen. China verlange eine Aufhebung zusätzlicher Zölle, während die US-Regierung ebenfalls weitere Forderungen stelle, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Sache vertrauten Personen.

US-Präsident Donald Trump und seinem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sei klar, dass ein Abkommen nicht als gut für die USA betrachtet würde, wenn es nicht Kernfragen wie geistiges Eigentum und Technologie-Transfer angehe, sagte eine der Personen. Trump und US-Finanzminister Steven Mnuchin hatten am 11. Oktober erklärt, eine Vereinbarung könne in fünf Wochen unterzeichnet werden. Dieser Zeitraum ist verstrichen.

Einige Experten verweisen nun auf den 15. Dezember als nächstes wichtiges Datum: Dann sollen weitere US-Zölle in Höhe von 156 Milliarden Dollar greifen. "Wenn die Verhandlungen sehr gut laufen, wird diese Erhöhung ausgesetzt", sagte der Handelsexperte Christian Whiton vom Center for the National Interest. "Wenn nicht, werden die USA sie einführen, und das wird das Spiel ins kommende Jahr hinein verlängern."

Der US-Senat hatte eine Erklärung zur Stärkung der Protestbewegung in Hongkong verabschiedet, was ebenfalls die Gespräche belasten könnte. Die Aussicht auf eine Verlängerung des seit Monaten anhaltenden Handelskonflikts lastete auf den US-Börsen.

Quelle: ntv.de, agr/rts