Wirtschaft

Fahrrad statt Bus und BahnJeder dritte Autofahrer fährt wegen hoher Spritpreise seltener

29.04.2026, 07:05 Uhr
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Menschen mit niedrigem Einkommen verzichten häufiger auf Autofahrten als Bürger mit höherem Einkommen. (Foto: picture alliance / Rene Traut Fotografie)

Die anhaltenden Preissteigerungen zwingen viele Menschen in Deutschland zum Sparen. Autofahrer lassen wegen hoher Spritpreise immer öfter das Auto stehen. Aber auch in anderen Lebensbereichen schränken sich die Deutschen ein.

Die gestiegenen Kraftstoffpreise verändern das Mobilitätsverhalten vieler Autofahrer in Deutschland. Knapp jeder dritte Nutzer eines Benzin- oder Dieselautos (31 Prozent) fährt derzeit seltener mit dem Wagen als noch vor einigen Wochen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL/ntv. 68 Prozent geben an, ihr Fahrverhalten nicht verändert zu haben.

Besonders groß ist der Spareffekt bei Menschen mit niedrigerem Einkommen. In Haushalten mit weniger als 2500 Euro Nettoeinkommen fahren 44 Prozent seltener Auto. Bei Haushalten mit mehr als 4000 Euro Einkommen sind es 24 Prozent. Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, reduziert seine Fahrten deutlich seltener als Gelegenheitsfahrer.

Wer das Auto häufiger stehen lässt, weicht oft auf andere Verkehrsmittel aus. 51 Prozent nutzen öfter das Fahrrad, 42 Prozent gehen häufiger zu Fuß. 35 Prozent steigen verstärkt auf Busse und Bahnen um, 22 Prozent organisieren Fahrgemeinschaften.

Beim Essengehen wird am häufigsten gespart

Zudem geben 58 Prozent der Befragten an, sich zuletzt im Alltag wegen steigender Preise eingeschränkt zu haben. 41 Prozent sagen dagegen, ihr Verhalten habe sich nicht wesentlich verändert. Besonders häufig sparen Jüngere unter 30 Jahren sowie Menschen mit geringerem Einkommen (unter 2500 Euro Nettohaushaltseinkommen).

Wer spart, tut das meist in mehreren Bereichen gleichzeitig. Am häufigsten wird beim Essengehen gespart: 76 Prozent der Betroffenen nennen diesen Punkt. Jeweils 69 Prozent reduzieren Ausgaben für Neuanschaffungen und Lebensmittel, 65 Prozent beim Kraftstoff. Auch bei Energieverbrauch, Urlaub und Freizeitaktivitäten schränken sich die Bürgerinnen und Bürger ein. 59 Prozent sparen bei Energie, 57 Prozent beim Urlaub und 55 Prozent bei Freizeitangeboten.

Die Daten zur Umfrage wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 24. und 27. April 2026 erhoben. Datenbasis: 1005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, vmi

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