Wirtschaft

Für überflutete Unternehmen Justizministerium plant Sonderhilfe

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Schäden in Millionenhöhe durch "Elvira" und "Friederike".

(Foto: obs)

Die Schäden nach den Unwettern der vergangenen Wochen gehen in die Milliarden. Die Unternehmen, die nicht gegen solche Schäden versichert waren, müssen nicht binnen drei Wochen Insolvenz anmelden. Ihnen soll geholfen werden.

Unternehmen, die wegen der Unwetter der vergangenen Wochen in Existenznot geraten sind, müssen eine Insolvenz nicht wie üblich binnen drei Wochen anmelden - sie bekommen dafür einen Aufschub. Ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums sieht vor, dass sie bis Ende des Jahres Zeit bekommen, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Er solle kurzfristig verabschiedet werden.

Die schweren Unwetter der vergangenen Wochen haben laut vorläufiger Schätzung versicherte Schäden von rund 1,2 Milliarden Euro verursacht. Besonders heftig waren die Sturmtiefs "Elvira" und "Friederike" am 27. Mai und am 9. Juni. Die meisten Betroffenen sind laut Versicherungsbranche gar nicht gegen Elementarschäden wie Überschwemmungen versichert.

"Die Unternehmen benötigen jetzt Zeit", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) der "Süddeutschen Zeitung". Die übliche Pflicht, binnen drei Wochen einen Insolvenzantrag zu stellen, sei "in dieser besonderen Situation hinderlich". Bis Ende des Jahres müssen betroffene Betriebe aber ernsthafte Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen führen. Laut Ministeriumssprecher gab es eine ähnliche Regelung bereits im Jahr 2002.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP