Kunden von Modal Labs betroffenKI von OpenAI hackte weitere Firma

Es war ein Weckruf in der Tech-Branche: Vergangene Woche hackte sich ein KI-Modell von OpenAI in das Computersystem einer anderen KI-Firma. Nun meldet sich der Manager eines weiteren Unternehmens zu Wort. Auch seine Kunden waren betroffen.
Der für einen Hackerangriff auf die KI-Firma Hugging Face verantwortliche, außer Kontrolle geratene KI-Agent von OpenAI hat auch den Kunden einer weiteren Technologiefirma kompromittiert. Dies geht aus den Aussagen eines Managers des New Yorker Unternehmens Modal Labs sowie zweier weiterer mit der Angelegenheit vertrauter Personen vom Freitag hervor.
Dem Technologiechef von Modal, Akshat Bubna, zufolge hatte ein Kunde einen ungesicherten Zugang zu seiner isolierten Testumgebung (Sandbox) offengelassen. Dieser sei von dem Agenten zur Ausführung von Code genutzt worden. Die Systeme von Modal selbst seien jedoch nicht kompromittiert worden, betonte er.
Der Vorfall bei Hugging Face Anfang Juli hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Hugging Face hatte am Dienstag in einer Aufarbeitung erklärt, der Agent sei in eine Sandbox eingedrungen, die "auf der Infrastruktur eines Drittanbieters" gehostet wurde. Bei diesem Anbieter handelte es sich demnach um Modal Labs.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche berichtet, dass OpenAI den Vorfall erst bemerkt habe, nachdem die Gefahr bereits gebannt und die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet worden war. OpenAI hatte daraufhin erklärt, der Bericht enthalte Ungenauigkeiten, nannte jedoch keine Details. Eine Stellungnahme von OpenAI zu den neuen Erkenntnissen liegt bislang nicht vor.